Fortsetzung der archäologischen Arbeiten an Castra Martis in Kula

Sonntag, 5 Juli 2026, 08:50

Fortsetzung der archäologischen Arbeiten an Castra Martis in Kula

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Mitte Juni wurde die neue archäologische Saison in der antiken römischen Festung Castra Martis in der an Serbien angrenzenden Stadt Kula eröffnet, informierte die Zeitung „As-Buki“ berichtet.

Seit einigen Jahren untersuchen Archäologen die Stätte und arbeiten derzeit an der südlichen Festungsmauer der antiken Festung. Ziel ist es, diese vollständig zu erforschen, wo nötig zu restaurieren und als Teil eines künftigen archäologischen Parks der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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In den vergangenen Jahren wurden die Türme Nr. 1 und Nr. 2 sowie die gesamte östliche Festungsmauer untersucht. Die Archäologen haben vor allem in der größeren der beiden Festungen des Komplexes aktiv gearbeitet. Die sieben freigelegten Schichten zeugen von einer ununterbrochenen Besiedlung des Ortes vom 1. bis zum 6. Jahrhundert. Den Wissenschaftlern zufolge wurde die Festung im 4. Jahrhundert zur Zeit von Kaiser Konstantin erbaut, existierte auch im 5. Jahrhundert und wurde später bei Einfällen der Barbaren zerstört. Die Untersuchungen zeigen, dass bereits vor dem Bau der Festung an derselben Stelle eine Siedlung existiert hat.

Doz. Sdrawko Dimitrow

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Nach Angaben des Forschungsleiters, Doz. Dr. Sdrawko Dimitrow vom Nationalen Archäologischen Institut mit Museum an der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften, sind die Entdeckungen des Teams hinsichtlich der Ausmaße von Castra Martis mit denen anderer großer antiker Zentren in der Region Widin – Bononia und Ratiaria – vergleichbar. Damit nimmt die Festung den dritten Platz unter den größten freigelegten antiken Stätten in Nordwestbulgarien ein.

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Die Ausgrabungen werden aus dem Haushalt der Gemeinde Kula finanziert, die zudem plant, die privaten Grundstücke aufzukaufen, damit die Ausgrabungen auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden können, bis die Festung vollständig freigelegt und in einen großen archäologischen Park umgewandelt wird. Das bietet auch eine gute Gelegenheit für die Entwicklung des Tourismus in der Region.


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Text: Zwetana Tontschewa

Übersetzung: Georgetta Janewa