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Nationalbankchef: Staatshaushalt 2026 verstärkt negativen Trend

Donnerstag, 2 Juli 2026, 17:36

Nationalbankchef: Staatshaushalt 2026 verstärkt negativen Trend

FOTO BTA

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Der von der Regierung vorgelegte Haushaltsentwurf für 2026 der ein Defizit von 5,7 Prozent vorsieht, deutet auf eine Verschärfung und nicht auf eine Umkehr des negativen Trends hin, der im Zeitraum nach 2020 eingesetzt hat und sich „konsequent in verschiedenen Verwaltungsbereichen angesammelt hat“. Das erklärte der Gouverneur der BNB, Dimitar Radew, in einem Interview für die BTA. „Angesichts des bereits eingeleiteten Verfahrens wegen eines übermäßigen Defizits seitens der Europäischen Kommission gewinnen solche Signale unweigerlich noch mehr an Gewicht“, betonte der Nationalbankchef. Seiner Ansicht nach erschwert die makroökonomische Prognose der Zentralbank, die ein geringeres Wirtschaftswachstum und eine höhere Inflation vorsieht, an sich nicht die Haushaltspolitik, sondern spiegelt ein ungünstigeres außenwirtschaftliches Umfeld und bestehende interne Ungleichgewichte wider.

In Bezug auf die Mitgliedschaft Bulgariens in der Eurozone erklärte Radew, dass diese bereits erste wirtschaftliche Auswirkungen zeige. Seinen Worten zufolge verlaufe der Übergang ruhig und gut organisiert, was das Ergebnis der langwierigen Vorbereitungen der BNB und des Bankensektors sei.


Redakteurin: Miglena Iwanowa

Übersetzung: Georgetta Janewa