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Antikes Instrument zur Entfernung von Blasensteinen in Heraclea Sintica entdeckt
Freitag 3 Juli 2026 15:06
Freitag, 3 Juli 2026, 15:06
FOTO Facebook /Archaeologia Bulgarica
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Ein äußerst seltenes Medizininstrument haben Archäologen des Teama von Prof. Dr. Ljudmil Wagalinski in einem Raum entdeckt, der unmittelbar an den Herakles-Tempel in Heraclea Sintica angebaut ist, berichtete die wissenschaftliche Zeitschrift Archaeologia Bulgarica. Es fehlen lediglich die gebogenen Spitzen des doppelten bronzenen Hakens mit einem Griff, der mit plastischen Ringen verziert ist.
In der Antike wurde dieses urologische Instrument „Lithoulkos“ genannt und bei einer Lithotomie – einem Eingriff zur Entfernung von Steinen aus der Harnblase – verwendet. Plinius bezeichnete dieses Leiden als das schmerzhafteste überhaupt. Als Erfinder der chirurgischen Behandlungsmethode und der dafür verwendeten Instrumente gilt Ammonios von Alexandria (3. Jahrhundert v. Chr.).
„Deshalb erhielt Ammonios den Beinamen ‚Lithotomos‘, also ‚Steinschneider‘“, erläuterte Prof. Wagalinski. „Die einzige bekannte Parallele zu unserem Lithoulkos ist ein Instrument, das in Italien gefunden wurde. Die Tatsache, dass wir es in einem Raum neben dem Herakles-Tempel entdeckt haben, deutet darauf hin, dass dort möglicherweise kranke Menschen behandelt wurden, die die Hilfe des mythischen Helden – des Sohnes des Zeus – suchten.“
Die stratigraphische Datierung weist auf das 3. Jahrhundert n. Chr. hin.
Redakteurin: Miglena Iwanowa
Übersetzung: Rossiza Radulowa
Gestaltet von Rossiza Radulowa