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In Ankara führten Bulgarien und die Türkei wichtige Wirtschaftsgespräche
Dienstag 7 Juli 2026 10:08
Dienstag, 7 Juli 2026, 10:08
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Bei einem Treffen in Ankara unterzeichneten Premierminister Rumen Radew und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan ein Protokoll über das Einfrieren des Vertrags zwischen den Unternehmen Bulgargaz und BOTAŞ für einen Zeitraum von 15 Monaten.
In diesem Zeitraum wird die bulgarische Seite nur für die tatsächlich genutzte Kapazität zahlen. Dies teilte der Pressedienst der Regierung mit. Bulgarien und die Türkei haben ein gemeinsames Interesse daran, die maximale Kapazität für den Transport von Erdgas zu nutzen, wurde während des Treffens außerdem betont. Es werde daran gearbeitet, den Vertrag zwischen den beiden Unternehmen unter den aktuellen Marktbedingungen neu zu verhandeln, heißt es in der Mitteilung.
Radew und Erdoğan hoben bei ihrem Treffen die Konnektivität als zentrale Priorität in den bilateralen Beziehungen hervor und betonten den positiven Trend des wachsenden bilateralen Handels, der sich auf 9 Milliarden Euro beläuft. Zudem wurden neue potenzielle Projekte von beiderseitigem Interesse erörtert, berichtete die Bulgarische Nachrichtenagentur BTA.
Der Vertrag zwischen Bulgargaz und BOTAŞ wurde am 3. Januar 2023 auf dem Höhepunkt der Energiekrise unterzeichnet, die auf die Aussetzung der russischen Gaslieferungen nach Bulgarien folgte. Das Abkommen hat sich jedoch zu einem der umstrittensten Energieprojekte entwickelt. Hauptkritikpunkt sind die hohen Fixkosten für die reservierte Kapazität, von der ein Großteil ungenutzt bleibt, was zu erheblichen finanziellen Verbindlichkeiten für die bulgarische Seite führt.
Redakteur: Iwo Iwanow
Übersetzung: Rossiza Radulowa
Gestaltet von Rossiza Radulowa