Autor
Wessela Krastewa
Artikel
Wissenschaftler lüften die Geheimnisse eines gesunkenen Schiffes vor Kiten
Sonntag 12 Juli 2026 10:19
Sonntag, 12 Juli 2026, 10:19
FOTO Regionales Historisches Museum - Burgas
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Am 15. Juli wird im Kulturzentrum „Meereskasino“ in Burgas ein wissenschaftlicher Vortrag über die Unterwasseruntersuchungen des gesunkenen Segelschiffes „Urdowisa“ in der südlichen Bucht von Kiten gehalten. Mit einem Erhaltungszustand der hölzernen Rumpfkonstruktion von über 90 Prozent handelt es sich um das am besten erhaltene hölzerne Segelschiff im Flachwasserbereich der bulgarischen Schwarzmeerküste.
Dr. Dragomir Garbow
FOTO Regionales Historisches Museum - Burgas
Der wissenschaftliche Leiter der Ausgrabungen, Dr. Dragomir Garbow, wird den Vortrag halten, der um 17.30 Uhr Ortszeit beginnt. Vorgestellt werden die Geschichte der Untersuchungen, die Ergebnisse der fünften archäologischen Forschungssaison in der südlichen Bucht von Kiten sowie die bisher gewonnenen Erkenntnisse über den Bau des Schiffes, seine Handelstätigkeit und die letzten Tage des Schiffes und seiner Besatzung.
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Nach Angaben der Archäologen wurde das Segelschiff im zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts gebaut und ist kurz vor dem Aprilaufstand gesunken. Die Untersuchungen ermöglichen es, die Geschichte des Schiffes und seiner Besatzung zu rekonstruieren sowie anhand der umfangreichen Sammlung gut erhaltener Alltagsgegenstände der Besatzung Besonderheiten der Schifffahrt an der bulgarischen Schwarzmeerküste während der osmanischen Zeit nachzuvollziehen.
FOTO Regionales Historisches Museum - Burgas
International gesehen ist die „Urdowisa“ erst das dritte systematisch erforschte Schiff aus der osmanischen Epoche im Schwarzen Meer – nach „Kiten 1“ und dem Schiffswrack „Kula Aschkelon“ vor der Küste Israels. Damit besitzt sie nach Angaben der Organisatoren gegenüber der Bulgarischen Nachrichtenagentur BTA eine große Bedeutung für die internationale Unterwasserarchäologie.
Das Forschungsprojekt „Urdowisa“ wird vom Institut für Unterwasserkulturerbe in Sosopol und dem Institut für Nautische Archäologie (USA) durchgeführt. Daran beteiligt sind Wissenschaftler und Studierende aus Bulgarien, den USA, Australien, der Ukraine, Deutschland, Italien und Israel.
FOTO Regionales Historisches Museum - Burgas
Veranstalter des Vortrags am 15. Juli sind das Regionale Historische Museum, die Gemeinde Burgas, die Stiftung „Burgas 2032“ und das Kulturzentrum „Meereskasino“.
Die Veranstaltung unterstützt die Bewerbung von Burgas als Europäische Kulturhauptstadt 2032.
Übersetzung: Rossiza Radulowa
Gestaltet von Rossiza Radulowa
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