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Anna-Maria Schiwkow baut erfolgreiche Karriere als Sängerin in Deutschland auf

Freitag, 17 Juli 2026, 15:17

Anna-Maria Schiwkow baut erfolgreiche Karriere als Sängerin in Deutschland auf

FOTO Facebook /Anna-Maria Zivkov

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Bulgarisches Talent kennt keine Grenzen – und die Geschichte von Anna-Maria Schiwkow ist der lebende Beweis dafür. Geboren und aufgewachsen in Deutschland als Tochter eines Ingenieurs und einer Mutter, die im Handelsbereich tätig war, gehört sie zu der neuen Generation von Bulgaren, die sich im Ausland eine erfolgreiche Karriere aufbauen, ohne die Verbindung zu ihren Wurzeln zu verlieren.

Heute ist sie Trägerin der Auszeichnung „Beste Pop-Schlager-Sängerin des Jahres 2025“ und ein bekanntes Gesicht der deutschen Musikszene. Doch ihr Weg als Sängerin nahm mit einer alten Videokassette und einer großen Liebe zu Bulgarien seinen Anfang.


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Alles begann im Jahr 2007, als Bulgarien beim Eurovision Song Contest mit dem Lied „Woda“ („Wasser“) den fünften Platz belegte. Annas Bruder nahm den Wettbewerb auf einer Videokassette auf, und die sechsjährige Anna-Maria schaute sie sich jeden Tag an, bis sie alle Lieder auswendig konnte. Ihren ersten großen Auftritt hatte sie ebenfalls im Alter von sechs Jahren – mit „Woda“ im Bulgarischen Konsulat in Bonn anlässlich des 24. Mai, des Tages des bulgarischen Alphabets, der Bildung und Kultur.

Obwohl sie in Deutschland aufgewachsen ist, spricht und schreibt sie Anna-Maria Schiwkow ausgezeichnet auf Bulgarisch. Die Sprache lernte sie nicht in einer Sonntagsschule, sondern von ihren Eltern, denen es außerordentlich wichtig war, dass ihre Kinder Bulgarien kennen und mit ihren Wurzeln verbunden bleiben.

FOTO Facebook /Anna-Maria Zivkov

Ich hatte schon immer viele Konzerte in Mainz und Umgebung. Als ich 17 Jahre alt war, nahm ich zum ersten Mal an der bulgarischen Fernsehshow X-Factor teil, und von da an nahm meine Karriere irgendwie Fahrt auf. Ich war auch in mehreren Sendungen in Deutschland zu Gast. Während der Covid-Pandemie beschäftigte ich mich intensiv mit den sozialen Medien – ich machte Livestreams und bemerkte, dass es in der deutschen Schlagerszene keine Bulgarin gab. Irgendwie ergab es sich dann, dass ich viele interessante Musiker kennenlernte, zwei eigene Lieder aufnahm, ein großes Konzert in Berlin hatte und meinen Manager kennenlernte, der hier in der Branche sehr bekannt ist. So entwickelte sich alles ziemlich schnell. Ich gewann die Auszeichnung „Beste Pop-Schlager-Sängerin des Jahres 2025“. Ich nahm mein erstes Album auf und wurde vom deutschen Publikum sehr herzlich aufgenommen. In diesem Jahr habe ich viele Konzerte. Jetzt, am 17. und 18. Juli, werde ich für Andrea Berg singen – sie hat mich eingeladen. Sie ist so etwas wie die deutsche Lili Iwanowa“, erzählte uns Anna-Maria Schiwkow.

FOTO Facebook /Anna-Maria Zivkov

Trotz ihres Erfolgs auf der Bühne ist sie bodenständig geblieben. Auf Anraten ihres Bruders, der als Rechtsanwalt in Frankfurt arbeitet, studiert sie Jura, weil sie glaubt, dass ihr dies Stabilität geben wird, während sie ihre Träume verfolgt. Ihr Alltag ist dynamisch – zwischen Vorlesungen, Studioaufnahmen, Fotoshootings und der aktiven Kommunikation mit ihren Fans auf TikTok und Instagram. Sie hofft jedoch, sich ein paar Tage für einen Sommerurlaub in Bulgarien freinehmen zu können, wo sie Verwandte, Freunde, aber etliche Fans hat: „Früher sind wir im Sommer immer nach Bulgarien gefahren, aber letzten Sommer war ich nicht dort, weil ich so viele Konzerte hatte, dass ich keine Zeit fand. Ich hoffe, dass ich mich dieses Jahr für ein paar Tage auch in Bulgarien erholen kann, denn das Land fehlt mir.“

Bulgarien ist im Leben von Anna-Marias Familie auch dann präsent, wenn sie sich in Deutschland befindet. Ihre Eltern engagieren sich als aktive Freiwillige in der bulgarischen Kirche „Mariä Tempelgang“ in Mainz, wo auch sie mithilft. Einer ihrer größten Träume ist es, Lucy Diakovska kennenzulernen – den bulgarischen Star der Girlgroup „No Angels“, die in Deutschland außerordentlich hohes Ansehen genießt.

FOTO Facebook /Anna-Maria Zivkov

„Ich habe mich nie dafür geschämt, Bulgarin zu sein. Im Gegenteil – in jeder meiner Vorstellungen oder Biografien betone ich voller Stolz diese Tatsache“, sagte die junge Sängerin. In diesem Juli wird sie die Ehre haben, als Vorgruppe bei den Konzerten des deutschen Megastars Andrea Berg aufzutreten. Ihre große Hoffnung bleibt jedoch, eines Tages auch vor dem Publikum in Bulgarien auf der Bühne zu stehen. Mit ihren letzten Worten im Interview richtete sie sich an ihre Fans in Deutschland, aber auch in Bulgarien:

Ich möchte meinen Fans sagen, dass ich mich sehr freue, dass sie mich unterstützen, an mich glauben und dass ich so viele bulgarische Fans habe. Ich hoffe, dass wir uns auch auf einer bulgarischen Bühne begegnen werden. Ich freue mich, dass wir so viele Bulgaren im Ausland haben, die so talentiert sind. Es spielt keine Rolle, in welchem Bereich. Wir sind wirklich überall. Und ich bin stolz darauf, Bulgarin zu sein“, so Anna-Maria Schiwkow abschließend.


Übersetzung: Rossiza Radulowa