Autor
Joan Kolew
Montag 10 August 2026 15:10
Montag, 10 August 2026, 15:10
FOTO Facebook /Nikolay Popov
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Der 10. August ist der Berufsfeiertag der Köche. Dieser angesehene Beruf hat schon immer für Interesse gesorgt, doch in diesem Jahr steht die bulgarische Gastronomieszene besonders im Fokus. Grund dafür sind die Besuche von Inspektoren des renommierten „Michelin“-Verbands in Bulgarien. Ihr Ziel es ist, zu beurteilen, ob eines der Restaurants in Sofia in den renommierten Gastronomieführer aufgenommen werden könnte. Obwohl die Prüfung offiziell noch nicht abgeschlossen ist, tauchten in den Medien bereits zahlreiche Kommentare auf, dass kein einziges bulgarisches Restaurant in den renommierten Führer aufgenommen werden wird.
Chef Nikolaj Popow, hat 23 Jahre in Italien gelebt und kennt die Abläufe in der Küche eines mit einem „Michelin“-Stern ausgezeichneten Restaurants in der italienischen Hauptstadt. Er weiß auch, welche Voraussetzungen ein Restaurant erfüllen muss, um eine Chance zu haben, von den Gutachtern besucht zu werden. Derzeit ist er Chefkoch in einem der renommiertesten Restaurants im Zentrum von Sofia.
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Es gebe nicht viele Kriterien, die ein Restaurant erfüllen muss, um von den „Michelin“-Inspektoren besucht zu werden, behauptet Nikolaj Popow. Das Wichtigste sei ein guter Service und die mit Sorgfalt zubereiteten Speisen. Von Bedeutung sei auch, dass köstliche und charaktervolle Gerichte angeboten werden. Darüber hinaus spielen die Größe der Speisekarte, die Weinkarte und die Bedienung insgesamt eine Rolle. All dies zusammen führe zu einem wunderbaren kulinarischen Erlebnis.
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„Wann die Prüfer von Michelinkommen, hängt von uns ab und davon, wie lange wir brauchen, um die Mängel zu beheben. Es heißt, dass es in diesem Jahr eher nicht zu einem solchen Besuch kommen wird, aber nach meinen Informationen finden solche Audits im September und Oktober statt. Ich gehe davon aus, dass es irgendwann im September, Oktober oder November einen Zeitpunkt geben wird, an dem sie möglicherweise wieder vorbeikommen, aber das ist nur meine persönliche Einschätzung. Wir werden sehen, ob es tatsächlich so sein wird“, sagt Nikolaj Popow und geht auf einige der Empfehlungen ein, die wir erhalten haben.
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„Es gibt Restaurants, die über eine gute Weinkarte verfügen, so wie es bei uns der Fall ist. In Bulgarien gibt es zahlreiche Weingüter und gute Weine. Es geht darum, den Fokus auf sie zu legen, denn „Michelin“ hat die Aufgabe, der Welt die Reichtümer Bulgariens zu zeigen. Wir müssen begreifen, dass es an uns liegt, die bulgarischen Produkte auf die kulinarische Landkarte der Welt zu bringen. Wir müssen anfangen, vernünftiger und ernsthafter zu arbeiten! Eine weitere Empfehlung lautet, saisonale Produkte zu verwenden und saisonale Menüs anzubieten. Jedes Produkt hat genau den richtigen Zeitpunkt für seine Verwendung. Es geht darum es im richtigen Moment in seiner exquisitesten Form zu kombinieren und den Gästen zu präsentieren“, unterstreicht der Chefkoch.
FOTO Facebook /Nikolay Popov
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„Wir stellen Menüs zusammen, die das Abendessen auf zwei bis drei Stunden verlängern, bieten diese aber zu erschwinglicheren Preisen an, damit junge Menschen ihre kulinarischen Kenntnisse erweitern können. Nach dem ersten Abendessen gab es junge Männer, die den Wunsch äußerten, bei der Organisation des nächsten solchen Abendessens mitzuwirken. Sie sind Köche und haben sich bereit erklärt, unentgeltlich zu arbeiten, nur um ihr Wissen und ihre ‚Geschmacksbibliothek‘ zu erweitern“, sagt Nikolaj Popow stolz.
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Übersetzung: Georgetta Janewa
Gestaltet von Georgetta Janewa