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Neue bedeutende Entdeckung in Perperikon – Siegel einer byzantinischen Kaiserin
Samstag 22 August 2026 15:15
Samstag, 22 August 2026, 15:15
Der Leiter der Ausgrabungen von Perperikon, Prof. Nikolaj Owtscharow, zeigt das entdeckte Siegel der Kaiserin Irina Komnina.
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Ein persönliches Siegel der byzantinischen Kaiserin Irene Dukaina Komnene Laskarina ist die jüngste Entdeckung bei den archäologischen Ausgrabungen in Perperikon – einer antiken Stadt in den Östlichen Rhodopen, die heute zu den bedeutendsten archäologischen Komplexen Bulgariens zählt. Der Fund wurde Journalisten vom Leiter der Ausgrabungen, Prof. Nikolaj Owtscharow, vorgestellt.
Archäologische Untersuchungen in Perperikon
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Das aus dem 13. Jahrhundert stammende Siegel ist erst das fünfte weltweit bekannte, das mit Irene in Verbindung gebracht wird. Sie war die Ehefrau des byzantinischen Kaisers Johannes III. Dukas Vatatzes und Mutter des Thronfolgers Theodor Laskaris. Sie war mit dem bulgarischen Zaren Iwan Assen II. verwandt, da dessen Tochter Helena Theodor Laskaris heiratete.
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Im Mittelalter wurden solche Siegel zum Verschließen und Beglaubigen von Briefen und Dokumenten verwendet. Der Fund deutet daher auf einen wahrscheinlich intensiven Schriftverkehr zwischen dem bulgarischen Hof und der byzantinischen Herrscherfamilie hin.
Die Jahre 1233 bis 1235 waren für die Beziehungen zwischen den beiden Staaten von besonderer Bedeutung. Nach seinem Sieg über den epirotischen Herrscher Theodor Komnenos bei Klokotniza im Jahr 1230 stärkte Iwan Assen II. die Position Bulgariens. 1235 wurde das Bulgarische Patriarchat wiederhergestellt und von der orthodoxen Welt auf einem Konzil in Lampsakos – einer Stadt an der kleinasiatischen Küste – anerkannt.
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Besonders wertvoll ist das Siegel auch wegen seiner Darstellung: Auf der einen Seite ist Irene mit Krone und kaiserlichen Gewändern abgebildet, auf der anderen Christus. Laut Prof. Owtscharow ist diese Ikonografie äußerst selten.
Der Fund ist das vierte Siegel eines bedeutenden Herrschers, das in Perperikon entdeckt wurde. Zuvor waren dort bereits Siegel der byzantinischen Kaiser Anastasios, Konstantin IX. Monomachos und Andronikos II. Palaiologos sowie das Goldsiegel des bulgarischen Zaren Iwan Alexander gefunden worden.
Redakteurin: Elena Karkalanowa
Übersetzung: Lyubomir Kolarov
Gestaltet von Lyubomir Kolarov