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Bulgarische Weizenproduzenten besorgt über Rekordernte

In den vergangenen fünf Jahren sind 35 Prozent der Getreidebetriebe in Bulgarien verschwunden

Montag, 24 August 2026, 15:20

Bulgarische Weizenproduzenten besorgt über Rekordernte

FOTO BTA

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Die diesjährige Weizenernte in Bulgarien hat 7,388 Millionen Tonnen erreicht. Das geht aus den Daten der jüngsten laufenden Analyse des Landwirtschaftsministeriums hervor. Die Frage ist jedoch, ob diese für die vergangenen Jahre rekordhohe Ernte den Markt, die Verbraucher und die Produzenten zufriedenstellt. 

Der jährliche Weizenverbrauch in Bulgarien liegt bei rund zwei Millionen Tonnen. Ein Versorgungsengpass droht daher nicht, und die Verbraucher können beruhigt sein. Für die Getreideproduzenten gilt das jedoch nicht. Aufgrund der hohen Produktionskosten und der niedrigen Preise haben viele von ihnen noch unverkaufte Mengen aus dem vergangenen Jahr. Die ertragreiche diesjährige Ernte ist daher kein ausreichender Grund zur Freude, da die Kosten erneut hoch und die Preise niedrig sind. 

Bulgarische Weizenproduzenten besorgt über Rekordernte

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In diesem Jahr wurden knapp 8 Prozent weniger Flächen abgeerntet, der Ertrag war jedoch um knapp 10 Prozent höher. Damit wurde mehr Weizen geerntet als im vergangenen Jahr. Nach Angaben der Produzenten liegen die Preise, zu denen das Getreide gehandelt wird, auf dem Niveau von vor 15 bis 20 Jahren, während sich die Preise für sämtliche Betriebsmittel inzwischen vervielfacht haben. 

Nach Angaben des Nationalen Verbands der Getreideproduzenten hat dieses Missverhältnis dazu geführt, dass in den vergangenen fünf Jahren 35 Prozent der Getreidebetriebe in Bulgarien verschwunden sind. Sie gingen in Konkurs, wurden weiterverkauft oder zusammengelegt. Der Verband ist der Ansicht, dass dies in einem nächsten Schritt zu einem Risiko für einen Rückgang der landwirtschaftlich genutzten Flächen führen könnte. 

Bulgarische Weizenproduzenten besorgt über Rekordernte

FOTO magnific.com

Die Weizenproduzenten werfen noch eine weitere Frage auf: Wenn die heutigen Weizenpreise nahe dem Niveau von vor zwei Jahrzehnten liegen, warum ist dann Brot um ein Vielfaches teurer geworden und an welcher Stelle der Lieferkette kommt es zu dieser Verteuerung? 

Übersetzung und Redaktion: Lyubomir Kolarov