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„Srebarna“ führt kritisches Niedrigwasser, wichtiges Biosphärenreservat bedroht

Samstag, 29 August 2026, 12:05

„Srebarna“ führt kritisches Niedrigwasser, wichtiges Biosphärenreservat bedroht

FOTO Biosphärenreservat „Srebarna“

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Das Naturschutzgebiet „Srebarna“ bei Silistra steht wegen des extrem niedrigen Wasserstands der Donau vor einer ernsten Herausforderung. Der See, der zum UNESCO-Welterbe gehört und eines der wertvollsten Feuchtgebiete Bulgariens ist, benötigt zusätzliche Wasserzufuhr, um sein Ökosystem zu erhalten. 



„Srebarna“ führt kritisches Niedrigwasser, wichtiges Biosphärenreservat bedroht

FOTO Biosphärenreservat „Srebarna“

Der See liegt an der wichtigen Zugroute „Via Pontica“ für Zugvögel zwischen Europa und Afrika. Dort brüten mehr als 220 Vogelarten. „Srebarna“ ist zudem der einzige traditionelle Brutplatz des Silberreihers in Bulgarien. Auch die Tierwelt des Reservats ist äußerst vielfältig: Hier kommen 47 Säugetierarten, 27 Reptilien- und Amphibienarten sowie mehr als 21 Fischarten vor. 

„Srebarna“ führt kritisches Niedrigwasser, wichtiges Biosphärenreservat bedroht

FOTO Biosphärenreservat „Srebarna“

Aufgrund des niedrigen Donaupegels ist der Wasserstand im See und in den umliegenden Feuchtgebieten kritisch gesunken. Nach einer dringenden Abstimmung zwischen den lokalen und nationalen Behörden wurde eine Notmaßnahme eingeleitet: Wasser wird aus der Donau gepumpt und über einen sieben Meter hohen Damm zwischen dem Fluss und dem See geleitet. Derzeit fördern vier Hydraulikpumpen täglich Zehntausende Kubikmeter Wasser, um den zunehmenden Feuchtigkeitsverlust in dem Naturgebiet auszugleichen. Die Maßnahme war bereits im vergangenen Sommer erstmals eingesetzt worden und hatte damals das 1948 gegründete Reservat vor dem Austrocknen bewahrt. 

„Srebarna“ führt kritisches Niedrigwasser, wichtiges Biosphärenreservat bedroht

FOTO Biosphärenreservat „Srebarna“

Das Problem wird jedoch dadurch verschärft, dass der Wasserstand im kleinen Kanal zum Reservat weiter sinkt und damit die Möglichkeit eines kontinuierlichen Pumpbetriebs eingeschränkt wird. Eine zusätzliche Gefahr für die Pumpanlage stellen die hohen Wassertemperaturen und die Algenblüte dar. Deshalb wurden rund um die Anlagen spezielle neue Schutzvorrichtungen angebracht, die verhindern sollen, dass Algen in die Pumpen gelangen und diese verstopfen. 

Zusammengestellt von Joan Kolew 

Redakteurin: Miglena Iwanowa 

Übersetzung: Lyubomir Kolarov