Nachricht
Ausstellungen, Kino und Literatur im Bulgarischen Kulturinstitut in Berlin
Montag 31 August 2026 15:05
Montag, 31 August 2026, 15:05
FOTO Facebook / BKI in Deutschland
Schriftgröße
Das Bulgarische Kulturinstitut in Berlin hat sein Programm für September bekannt gegeben. Es umfasst zwei Ausstellungen, eine Literaturveranstaltung, eine Filmpremiere sowie zweitägige Bulgarischkurse für Kinder.
Letztere finden anlässlich des Internationalen Tages der Sprachen statt. Deshalb bietet das Bulgarische Kulturinstitut am 24. und 25. September Sprachkurse in verschiedenen Berliner Bibliotheken an. Wie das BKI mitteilt, soll das Erlernen der Sprache durch eine praktische Übung erleichtert werden – einen kurzen Kurs zum Schreiben der kyrillischen Buchstaben, bei dem die Schülerinnen und Schüler mit den grafischen Besonderheiten des Alphabets vertraut gemacht werden. Ziel ist es, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter der Leitung von Miliza Todorowa die Ergebnisse des Gelernten in einer gemeinsamen Ausstellung präsentieren – indem sie ihre eigenen Namen auf Kyrillisch schreiben. Die Minikurse finden in der Schiller-Bibliothek (Müllerstraße 149) und in der Fahrbibliothek (Götzstraße 8/10/12) statt.
Hier weitere Informationen zu den bulgarischen Veranstaltungen in Berlin, die das Kulturinstitut in der deutschen Hauptstadt vorbereitet hat:
FOTO Българският културен институт в Берлин
Die Ausstellung „Spuren im Raum“, kuratiert von Hanna Schwarz und Petar Mitev, ist noch bis zum 8. September für Besucher geöffnet. Die Schau präsentiert mehr als 30 Bühnenbilder und Werke, die für Theateraufführungen geschaffen wurden, den Rahmen der Bühne jedoch überschreiten und als eigenständige Werke der bildenden Kunst ein Eigenleben entwickeln. Die ausgestellten Projekte greifen sowohl universelle menschliche Themen aus der klassischen Dramatik als auch aktuelle Fragen der modernen Gesellschaft auf.
FOTO Privatarchiv von Ewgenia Krastewa
Freunde der bulgarischen Literatur können an der Präsentation des Romans „Die Flüsse der Zeit“ von Ewgenia Krastewa-Blagoewa teilnehmen. Darin verbinden unsichtbare Fäden der Vergangenheit die Schicksale zweier Familien, die den Ersten und Zweiten Balkankrieg sowie den Ersten Weltkrieg erlebt haben und später den Schrecken ausgesetzt waren, die die sogenannten „ehemaligen Menschen“ in den Lagern Kutzian und Belene erwarteten. Das Buch zeichnet das moralische Porträt einer Generation, die die Kriege um die nationale Vereinigung durchlebte und Opfer des kommunistischen Terrors wurde, es jedoch schaffte, ihre Werte zu bewahren und an ihre Kinder weiterzugeben. Die Präsentation findet am 8. September mit Boris Despodow, Goran Blagoew und Dessislawa Bobenkowa statt.
FOTO Facebook / BKI in Deutschland
Die Ausstellung „GRENZENlos“ setzt sich konzeptionell mit Freiheit und Materie auseinander und wirft die wichtige Frage auf, was geschieht, wenn wir die gesetzten Grenzen überschreiten – physische, geistige, soziale und kreative. Zwölf etablierte bulgarische Künstlerinnen und Künstler treten in einen visuellen und philosophischen Dialog jenseits aller Grenzen, wo es keine Begrenzungen, sondern nur unendliche Horizonte gibt. Transparente und halbtransparente Materialien werden zu einem Medium, das das Licht bricht, Erinnerungen einfängt und Verborgenes sichtbar macht. Die Eröffnung der von Prof. Orlin Dworanow kuratierten Ausstellung findet am 11. September statt.
Ein Standbild aus dem Film „Das geträumte Abenteuer“ von Valeska Grisebach
FOTO Miramar Film
Der Film „Das geträumte Abenteuer“ der deutschen Regisseurin Valeska Grisebach feiert am 24. September im Kino International, Karl-Marx-Allee 33, seine Premiere. Im Mittelpunkt der Handlung steht die Archäologin Weska, die wegen archäologischer Ausgrabungen in ihre Heimatstadt Swilengrad zurückkehrt. Unerwartet trifft sie im Grenzgebiet Bulgariens zu Griechenland und der Türkei auf Said, einen alten Bekannten aus den Rhodopen, den dubiose Geschäfte in die Stadt geführt haben. Nach und nach kommen Geschichten aus der Zeit des großen Umbruchs in den 1990er-Jahren ans Licht – Geschichten über Freiheit und zerbrochene Träume, Gewalt und schnelles Geld. Unterstützt von ihren Freunden in Swilengrad beginnt Weska, ihre eigene Geschichte zu schreiben.
Der Film wurde im Sommer 2024 in der Region Swilengrad gedreht. Alle Rollen wurden mit bulgarischen Laiendarstellern besetzt. Es ist der zweite Film von Valeska Grisebach, dessen Handlung in Bulgarien spielt.
Redakteurin: Diana Zankowa
Übersetzung: Lyubomir Kolarov
Gestaltet von Lyubomir Kolarov