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Wirtschaft kritisiert Verfahren zur Ermittlung von „fairem Lebensmittelwert“
Mittwoch 2 September 2026 18:13
Mittwoch, 2 September 2026, 18:13
FOTO Wirtschaftsministerium
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15 landesweit tätige Organisationen der bulgarischen Lebensmittelindustrie haben eine der vom Wirtschaftsministerium vorgeschlagenen Methodik zur Ermittlung des sogenannten „fairen Wertes“ für Grundnahrungsmittel gefordert.
Das Verfahren sieht vor, für 17 Produktkategorien einen Referenzwert auf Grundlage verschiedener Preis- und Marktindikatoren zu berechnen. Bei einer Abweichung von mehr als 10 Prozent von diesem Wert sollen Maßnahmen ergriffen werden.
Laut der Wirtschaft kann die Methodik zu verzerrten Ergebnissen führen, da sie Durchschnittswerte für breite Kategorien verwendet und die günstigsten Produkte in die Hauptvergleichswerte einbezieht. Unterschiede in Qualität, Marke, Herkunft und Verpackung werden dabei nicht berücksichtigt.
Die Organisationen warnen zudem vor möglichen negativen Folgen für die Verbraucher. Liegt der veröffentlichte „faire Wert“ über den tatsächlichen Marktpreisen, könnte er für Händler zu einem Richtwert werden und statt zu Preissenkungen sogar Preiserhöhungen begünstigen.
Die Branchenverbände fordern daher eine gründliche Überprüfung der Methodik.
Redakteurin: Miglena Iwanowa
Übersetzung: Rossiza Radulowa
Gestaltet von Rossiza Radulowa