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„Magisches Land“ von Jonka Dragomanska – eine Liebeserklärung an Bulgarien

Sonntag, 6 September 2026, 11:40

„Magisches Land“ von Jonka Dragomanska – eine Liebeserklärung an Bulgarien

FOTO YouTube

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Obwohl sie seit Jahren in Wien lebt, betont Jonka Dragomanska, dass sie bulgarische Sängerin ist. Darüber hinaus komponiert sie, arbeitet als Leiterin von Kinderchören und Gesangslehrerin und ist nicht zuletzt Gründerin und Dirigentin des Chors „Jagoda“ in Wien. 

Jonka wurde in Pasardschik geboren und wuchs in einer Familie auf, in der Volksmusik ganz selbstverständlich zum Alltag gehörte. Schon als kleines Kind sang sie. Ihre Großmutter Jagoda, nach der der Chor benannt ist, war eine Sängerin vom Rang einer Nadka Karadschowa. Aus familiären Gründen lehnte sie eine Einladung ab, Mitglied des Ensembles des Bulgarischen Nationalen Rundfunks zu werden. Jonkas Mutter Wioleta spielt Akkordeon und sang bereits in der frühen Kindheit gemeinsam mit ihrer Tochter zweistimmig. 

Wie es für eine kreative Persönlichkeit typisch ist, vereinen sich in Jonka verschiedene Talente. Schon als Kind gesellte sich zur Musik auch das Zeichnen. Nach ihrem Umzug nach Wien wurde sie zum Architekturstudium in der Klasse der weltberühmten Architektin Zaha Hadid aufgenommen. Doch selbst während sie diesen Traum verwirklichte, gab Jonka die Musik nicht auf. In Wien wurde ihr Talent von den Brüdern Wladigeroff entdeckt, mit denen sie ihre ersten Schritte auf der professionellen Bühne machte. Später lernte sie ihre erste Gesangslehrerin Swetla Iwanowa kennen. Sie weckte in ihr die Liebe zur Oper und bereitete sie auf die erfolgreiche Aufnahme an einem privaten Konservatorium in Wien vor. Nach ihrem Abschluss mit Auszeichnung sammelte Jonka Bühnenerfahrung mit Oratorien- und Opernrepertoire.

„Magisches Land“ von Jonka Dragomanska – eine Liebeserklärung an Bulgarien

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Doch die Liebe zu Bulgarien und die Sehnsucht nach ihrer Heimat haben sie nie verlassen. Sie inspirierten sie dazu, den Chor „Jagoda“ zu gründen, in dem nicht nur Österreicher, sondern auch Menschen verschiedener Nationalitäten bulgarische Volkslieder erlernen und aufführen. Im Laufe der Jahre gab der Chor „Jagoda“ Konzerte in einigen der schönsten Konzertsäle und auf zahlreichen renommierten Bühnen Wiens und präsentierte dem internationalen Publikum bulgarische Folklore. 

Das Jahr 2026 markiert für Jonka Dragomanska den Beginn einer neuen kreativen Etappe. Sie komponiert ihr erstes eigenes Lied „Magisches Land“. Es ist ein Lied über Bulgarien, über die Liebe zu den eigenen Wurzeln, über die Kraft einer geborgenen Kindheit und über die Widerstandsfähigkeit des menschlichen Geistes. Der Text entstand aus Erinnerungen, die ihr bis heute Kraft geben, während die Melodie ihren Weg zu den Worten scheinbar von selbst gefunden hat. Das Arrangement stammt von Petar Aleksiew, dessen Klavierspiel ebenfalls zu hören ist, und Alex Nutschew. Die Geige spielt Slawa Atanassowa, Konzertmeisterin des Orchesters der Nationaloper Sofia. 

„Magisches Land“ von Jonka Dragomanska – eine Liebeserklärung an Bulgarien

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Das Video zum Lied ist eine Art Brücke zwischen Österreich und Bulgarien – den beiden Ländern, die einen wichtigen Teil des Lebens der Sängerin ausmachen. Einige Aufnahmen entstanden in Österreich, in der Region um Semmering und das Raxgebirge. Bulgarien wird im Video durch Luftaufnahmen lebendig, die von Wiktor Dimtschew und Aleksandar Duchtew montiert wurden und Leschten, Weliki Preslaw, die Rhodopen, Russe, Dschebel, Kap Kaliakra, Sinemorez und viele weitere schöne Orte ihrer Heimat zeigen. 

Zum Abschluss sagt Jonka Dragomanska: „Für mich ist ‚Magisches Land‘ nicht einfach nur ein Lied, sondern eine Begegnung zwischen zwei Kulturen und zwei Welten, die Teil meines Lebens sind. Genau deshalb wollte ich, dass das Video diese Verbindung zeigt – die Schönheit Bulgariens aus der Perspektive eines Menschen, der in Österreich lebt und arbeitet, aber tief in seinem Inneren Bulgarien und die Liebe zu seinen Wurzeln trägt.“ 

Übersetzung und Redaktion: Lyubomir Kolarov