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Gergana Mantschewa
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Sonntagsschulen in München schweißen die Bulgaren zusammen
Donnerstag 10 September 2026 15:05
Donnerstag, 10 September 2026, 15:05
FOTO Facebook/ Bulgarische Sonntagsschule "Dora Gabe in München
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14.500 Bulgaren haben in der deutschen Stadt München niedergelassen, um dort zu leben und zu arbeiten. Die Daten stammen vom Statistischen Amt der Stadt und wurden im vergangenen Jahr von der stellvertretenden Bürgermeisterin Verena Dittel bekannt gegeben, die erklärt hat, dass die Einwohner mit bulgarischen Wurzeln ein natürlicher und wichtiger Teil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der bayerischen Landeshauptstadt darstellen.
Ein natürlicher Anziehungspunkt für die bulgarische Gemeinschaft in der Stadt sind die beiden Sonntagsschulen, in denen über 300 Kinder von in Deutschland lebenden Bulgaren unterrichtet werden. Diebulgarischen Sonntagsschulen „Paissij Hilendarski“ und „Dora Gabe“ in München unterrichten Kinder vom Vorschulalter bis zur 12. Klasse nach einem vom bulgarischen Bildungsministerium genehmigten Lehrplan.
FOTO Facebook/ Bulgarische Sonntagsschule "Dora Gabe in München
Schüler, die das Schuljahr erfolgreich abgeschlossen haben, erhalten Zeugnisse für die jeweilige Klassenstufe und die Beherrschung der bulgarischen Sprache, Literatur, Geschichte und Geografie Bulgariens mit dem entsprechenden Stundenumfang. Mit diesem Dokument entfällt die Verpflichtung zur Ablegung einer Gleichstellungsprüfung im jeweiligen Fach, falls die Jugendlichen ihre Ausbildung in Bulgarien fortsetzen möchten.
Die Sonntagsschule „Dora Gabe“ in Bayern hat sich klare Ziele gesetzt und erfüllt seit nunmehr 13 Jahren ihren Auftrag – Kindern mit bulgarischen Wurzeln Zugang zu mehr Wissen, Fähigkeiten und Kontakten zu ermöglichen. Angefangen mit 10 Kindern im Jahr 2023 beträgt die Zahl der bulgarischen Schützlinge im Alter von 3 bis 18 Jahren, die die Schule besuchen, mittlerweile über 210.
FOTO Facebook/ Bulgarische Sonntagsschule "Dora Gabe in München
Die Schule ist aber auch zu einer Plattform für Begegnungen und Kontakte zwischen den Eltern geworden, die den Anschluss an Gleichgesinnte suchen, die in Deutschland ein neues Zuhause gefunden haben. „Wären wir in Bulgarien geblieben, hätten wir sicher nicht so viele Bulgaren aus dem ganzen Land kennengelernt, wie es jetzt hier in München der Fall ist“, erzählt Elena Atanassowa in einem Interview für Radio Bulgarien. Sie lebt seit 25 Jahren in Deutschland und gehört derzeit dem Vorstand der Sonntagsschule „Dora Gabe“in München an.
„Wir bezeichnen unsere Schule als „die große Sonnenfamilie“, da wir alle gemeinsam für diese Schule arbeiten. Wir sind ein Team, bestehend aus Kollegen im Verwaltungsrat, einem Schulleiter und etwa 30 Lehrer sowie Lehrkräfte für außerschulische Aktivitäten. Der Elternbeirat unterstützt uns enorm“, freut sich Atanassowa und lobt auch die zahlreichen Freiwilligen, die bei der Organisation von verschiedenen Veranstaltungen mithelfen. Trotzdem sei es nicht einfach, die Kinder zu motivieren, gibt Elena Atanassowa ehrlich zu. Deshalb werde nach verschiedenen Möglichkeiten gesucht, die Kinder an die Schule zu binden. Die attraktivsten davon seien die Organisation von Festen, Sportveranstaltungen und Sommercamps, die bei den Kindern und Jugendlichen gut ankommen. „Solche Veranstaltungen schweißen sie zusammen und bringen sie dazu, sich besser kennenzulernen und immer mehr Freundschaften zu schließen“.
FOTO Facebook/ Bulgarische Sonntagsschule "Dora Gabe in München
Elena ist Mutter von zwei Kindern, die in Deutschland geboren sind und in deutschen Schulen lernen. Sie sprechen aber auch sehr gut Bulgarisch und besuchen regelmäßig die bulgarische Sonntagsschule. Elena bemüht sich, sie im Geiste der bulgarischen Kultur und Traditionen zu erziehen. Für sie und ihren Ehemann, der ebenfalls Bulgare ist, ist es am wichtigsten, dass die Kinder ihre Wurzeln kennen, sich mit ihren Großeltern, Eltern und Verwandten auf Bulgarisch verständigen können und niemals den Bezug zu Bulgarien verlieren.
Übersetzung: Georgetta Janewa
Gestaltet von Georgetta Janewa