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Die Stadt und ihre Absurditäten im Objektiv von Ulrich Wüst
Donnerstag 10 September 2026 09:52
Donnerstag, 10 September 2026, 09:52
FOTO sghg.bg
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Zum vierten Mal richten das Goethe-Institut Bulgarien und die Städtische Kunstgalerie Sofia den Fokus auf die zeitgenössische deutsche Fotografie.
Nach Ausstellungen mit Werken von Sibylle Bergemann (2022), Barbara Klemm (2023) und Helga Paris (2024) steht diesmal das Schaffen von Ulrich Wüst im Mittelpunkt. Die Ausstellung „Streifzüge durch die Geschichte. Die Fotografien von Ulrich Wüst“, die heute um 18:00 Uhr eröffnet wird und bis zum 22. November zu sehen ist, umfasst mehr als 120 Archivfotografien, überwiegend schwarz-weiße Pigmentdrucke. Wüsts berufliche Erfahrung als Stadtplaner und Bildredakteur prägt seinen charakteristischen fotografischen Ansatz – analytisch, präzise und streng komponiert.
FOTO Facebook /Goethe-Institut Bulgarien
Das Werk des 1949 in Magdeburg geborenen Ulrich Wüst erregte in den 1980er-Jahren erstmals größere Aufmerksamkeit, vor allem durch seine zahlreichen Stadtansichten aus Ostdeutschland. Die Aufnahmen zeigen häufig den unaufhaltsamen Verfall der historischen Bausubstanz. Der Künstler interessiert sich für die Absurditäten des städtischen Raums, die sowohl aus Nachlässigkeit und Unwissenheit als auch aus grundloser Zerstörung und unkontrollierter Bebauung entstehen.
Am Samstag, dem 12. September, wird Matthias Flügge um 16:00 Uhr eine Kuratorenführung anbieten.
Redakteurin: Miglena Iwanowa
Übersetzung: Lyubomir Kolarov
Gestaltet von Lyubomir Kolarov