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Bulgarien fordert Ausnahmen für drei Personen aus der Sanktionsliste
Mittwoch 16 September 2026 18:34
Mittwoch, 16 September 2026, 18:34
Andrej Babiš und Rumen Radew
FOTO BGNES
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„Bulgarien hat zum ersten Mal offen gegenüber der EU Vorbehalte gegen das 21. Sanktionspaket gegen Russland geäußert und gefordert, dass drei Personen (Patriarch Kyrill, WVagit Alekperow, einer der Miteigentümer von ‚Lukoil‘, und Iskander Machmudow, der mit einem Unternehmen verbunden ist, das Ersatzteile für die Triebwagen der Sofioter U-Bahn liefert) von der Sanktionsliste gestrichen werden.“ Das sagte Premier Rumen Radew in einer Erklärung gegenüber den Medien im Ministerrat gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten Tschechiens, Andrej Babiš, bei dessen Besuch in Sofia, berichtete die BTA.
Nach Worten von Radew wurden die Forderungen erfüllt. „Es hat sich gezeigt, dass es nichts Schlimmes ist, wenn ein Mitgliedstaat, ganz gleich welcher, sein nationales Interesse vertritt“, kommentierte er.
Sofia erhob Einspruch gegen Sanktionen gegen den russischen Patriarchen Kyrill, da unser Land der Ansicht sei, dass die Religion kein zusätzliches Element der Eskalation des Krieges in der Ukraine sein sollte, erklärte Radew. Im Fall von Wagit Alekperow berief sich die Regierung auf das Risiko für die Unternehmen von „Lukoil“ in Bulgarien, während sie sich im Fall von Iskander Machmudow auf die Lieferung von Ersatzteilen für die Sofioter U-Bahn berief, die die Regierung mit der Verkehrssicherheit in Verbindung bringt.
„Wir waren immer Teil der gemeinsamen europäischen Entscheidungen, aber diese drei Personen betrachten wir als unser nationales Interesse, und wenn unserem Anliegen nicht entsprochen wird, werden wir diese Sanktionen nicht unterstützen“, sagte Radew.
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Redakteurin: Miglena Iwanowa
Übersetzung: Rossiza Radulowa