Nachricht
Jotowa appelliert für Frieden in der Ukraine und Sicherheit im Schwarzen Meer
Donnerstag 24 September 2026 10:03
Donnerstag, 24 September 2026, 10:03
FOTO UNO
Schriftgröße
Präsidentin Ilijana Jotowa hat von der UN-Tribüne aus dazu aufgerufen, das Schwarze Meer von einer Zone erhöhten Risikos in eine Zone nationaler und internationaler Sicherheit zu verwandeln – in eine Zone der Sicherheit, eine Zone freier Verkehrs-, Energie-, Handels- und digitaler Korridore, des Tourismus; in eine Zone, in der verschiedene Kulturen, Religionen und politische Systeme friedlich zusammenkommen.
In ihrer Rede vor der 81. ordentlichen Generalversammlung der UNO erklärte das Staatsoberhaupt:
„Der Krieg in der Ukraine hat die Hoheitsgewässer der Konfliktparteien verlassen, und das betrifft Bulgarien heute und jetzt. Doch das Problem im Schwarzen Meer ist von einem regionalen zu einem globalen Problem geworden.“
Ilijana Jotowa wies darauf hin, dass die regionalen Folgen zusammen mit den Auswirkungen des Krieges im Iran und der Wasserknappheit der Donau das Risiko einer Ernährungskrise bergen.
Die Präsidentin erklärte, dass Bulgarien eine Initiative vorbereitet, bei der gemeinsam mit den Ländern der Region und allen interessierten Staaten eine Einigung und ein gemeinsames Vorgehen erreicht werden sollen, um die freie und sichere Schifffahrt im Schwarzen Meer zu gewährleisten.
Von der UN-Tribüne aus bekundete Jotowa ihren Respekt für Kapitän Marin Marinow, der im Gazastreifen sein Leben verlor, während er eine humanitäre Mission der UNO erfüllte.
Jotowa stellte die Frage, ob nicht der Zeitpunkt gekommen sei, die europäische Sicherheitspolitik neu zu überdenken. Als Ausgangspunkt für diese Debatte rief die Präsidentin dazu auf, den Konflikt in der Ukraine aus dem militärischen in den politischen und diplomatischen Bereich zu verlagern.
Ilijana Jotowa
FOTO UNO
„Es geht um Verhandlungen, die Dialog und zumindest ein Mindestmaß an Vertrauen erfordern, unterstützt durch geeignete Garantien. Das Schicksal der Ukraine kann nicht ohne die Ukraine entschieden werden“, betonte Jotowa.
Gleichzeitig könne Europa nicht einfach nur Beobachter sein. Es müsse ein tatsächlicher Teilnehmer an den Verhandlungen über die Sicherheitsarchitektur des Alten Kontinents nach dem Ende des Krieges und über die Nachkriegsordnung sein, erklärte die Präsidentin.
Redakteur: Iwo Iwanow
Übersetzung: Rossiza Radulowa