Nachricht
61 Prozent der Ärzte bewerten das Gesundheitssystem positiv
53 Prozent der Patienten beklagen sich darüber, dass von ihnen Zuzahlungen verlangt werden
Dienstag 29 September 2026 13:19
Dienstag, 29 September 2026, 13:19
FOTO BTA
Schriftgröße
Hohe Zuzahlungen, ein Mangel an Ärzten und Pflegekräften sowie eine unzureichende Kostenübernahme durch die Nationale Krankenkasse sind nach Ansicht der Bürger die gravierendsten Probleme im Gesundheitswesen. Dies geht aus einer landesweit repräsentativen Umfrage von „Trend“ hervor, die auf dem Forum „Priorität: Gesundheit“ vorgestellt wurde, der vom Bulgarischen Ärzteverband organisiert wurde.
53 Prozent der Bürger haben im vergangenen Jahr für Gesundheitsleistungen zugezahlt. 60 Prozent von ihnen haben Geld für Medikamente ausgegeben, jeder Zweite für zahnärztliche Leistungen und Untersuchungen beim Hausarzt. 42 Prozent haben für Untersuchungen zugezahlt, und jeder Dritte hat für medizinisches Verbrauchsmaterial bezahlt.
Die Krankenkasse sollte ein breiteres Leistungsspektrum abdecken, auch wenn dies mehr Finanzmittel erfordert – dem stimmen 76 Prozent der Bürger zu. Die Hälfte ist hingegen der Ansicht, dass eine bessere Kontrolle über die Verwendung der derzeit bereitgestellten Mittel ausreichend Geld bringen würde.
Mehr als 60 Prozent der Mediziner bewerten den gegenwärtigen Zustand des Gesundheitssystems als sehr gut oder eher gut. Auf die Frage, welche Veränderungen im Gesundheitssystem Priorität haben sollten, nennen 39 Prozent die Bindung junger Ärzte an das Land, 38 Prozent eine stärkere Kontrolle über die Verwendung öffentlicher Mittel und 35 Prozent eine bessere Bezahlung.
Als größte Schwierigkeiten in ihrer täglichen Arbeit nennen die Hälfte der Mediziner die niedrige Bezahlung, 49 Prozent den Mangel an medizinischen Fachkräften und 34 Prozent die übermäßige Arbeitsbelastung.
Redakteur: Iwo Iwanow
Übersetzung: Rossiza Radulowa
Gestaltet von Rossiza Radulowa