Graffitti-Künstler interpretieren Surwa am Gebäude in Pernik

Samstag, 3 Oktober 2026, 11:10

Graffitti-Künstler interpretieren Surwa am Gebäude in Pernik

FOTO finegraffart.com

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Masken, Hörner und schwere Glocken – ein neues monumentales Wandgemälde, inspiriert von der Kukeri-Tradition und dem internationalen „Surwa“-Festival in Pernik, verwandelt die Fassade eines sechsstöckigen Gebäudes in der gleichnamigen Stadt in eine einzigartige Bühne für einen der bekanntesten bulgarischen Volksbräuche.

Das beeindruckende Projekt „GHOSTBUSTERS“ („Geisterjäger“) erstreckt sich über zwei Wände mit einer Gesamtgröße von 18 mal 15 Metern. Autoren sind die bildenden Künstler von Fine Graff Art Studio, deren Ziel es ist, die moderne Kunst in Bulgarien zu fördern, indem sie sie zu einem Teil des städtischen Umfelds und zu einem Ort der Begegnung mit wichtigen kulturellen Themen und lokalen Geschichten machen.

Graffitti-Künstler interpretieren Surwa am Gebäude in Pernik

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In ihrem neuesten Werk hat der Titel des Projekts auch eine symbolische Bedeutung, die einen direkten Bezug zu den Kukeri als „Vertreiber des Bösen“ herstellt. Sie sind zentrale Figuren des alten Winterbrauchs „Surwa“, bei dem die Masken, Glocken und rituellen Handlungen eine symbolische Schutzfunktion haben. Diese Tradition bildet auch die Grundlage für das Internationale Festival der Maskaradenspiele „Surwa“, das jedes Jahr im Januar Maskengruppen aus Bulgarien und dem Ausland zusammenbringt.

Graffitti-Künstler interpretieren Surwa am Gebäude in Pernik

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In einer Mitteilung an Radio Bulgarien erklären die Künstler von Fine Graff Art Studio, dass ihr Anliegen es war, die Kraft von „Surwa“ zu vermitteln, einer Tradition, die nicht still und statisch, sondern lebendig, laut und spektakulär ist.

„Das erste Werk zeigt die raue und imposante Ausstrahlung der Figur des Kuker. Das zweite lässt diesen uralten „Wächter“ auf das Gesicht eines jungen Mannes aus Pernik treffen, der die Tradition nicht nur beobachtet, sondern aktiv daran teilnimmt und sie als Teil seiner Identität annimmt.“

Das Werk, das bereits zum Stadtbild gehört, entstand in weniger als zwei Wochen mit einer gemischten Maltechnik. Es kann nun im Zentrum von Pernik besichtigt und fotografiert werden.

 

Redakteurin: Elena Karkalanowa

Übersetzung: Georgetta Janewa