Die Informationskampagne zur Einführung des Euro in Bulgarien komme zu spät, erklärte Vizepremierminister Tomislaw Dontschew gegenüber dem Bulgarischen Nationalen Fernsehen BNT.
„Es handelt sich um eine große Veränderung, und die Menschen haben Angst vor Veränderungen“, sagte er weiter. Auf die Frage, ob die Marktpreise darunter leiden könnten, erinnerte Dontschew daran, dass deren Entwicklung vom Verhalten jedes einzelnen Marktteilnehmers abhänge – auch der Käufer.
„Natürlich nutzen Händler selbst den Wechsel der Jahreszeiten oder Feiertage, um uns Dinge zu verkaufen, die wir möglicherweise gar nicht brauchen. Wie sollten sie da nicht auch den Währungswechsel ausnutzen?“, betonte der Vizepremier.
Nachdem die Banken die Bürger dazu aufgerufen hatten, ihre Bargeldreserven in Lewa in Bankkonten einzuzahlen, um den Übergang zur neuen Währung zu erleichtern, verzeichnete die Bulgarische Nationalbank (BNB) bereits einen deutlichen Anstieg: Im Juni beliefen sich neu eröffnete Einlagen in Lewa auf umgerechnet 172 Millionen Euro – ein Zuwachs von 22,5 Prozent im Vergleich zum Mai und 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Gesamtsumme der Einlagen privater Haushalte überstieg inzwischen 45 Milliarden Euro.
Redakteur: Iwo Iwanow
Übersetzt und veröffentlicht von Lyubomir Kolarov
Foto: BNT