Autor
Darina Grigorowa
Artikel
Samstag 11 April 2026 14:01
Samstag, 11 April 2026, 14:01
FOTO Die Botschaft der Republik Bulgarien in Irland
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Stunden vor dem lichtesten Ereignis für die orthodoxen Christen – der Begegnung mit dem auferstandenen Erlöser – bereiten sich unsere Landsleute in Dublin auf die festliche Heilige Liturgie vor, die persönlich von Metropolit Antonij von West- und Mitteleuropa geleitet wird.
Für die gläubigen Christen ist die Osterfeier nicht nur eine Tradition, sondern ein freudiges Miterleben der grenzenlosen Liebe unseres Erlösers, der durch seine Auferstehung die unterbrochene Verbindung zwischen Gott und dem Menschen wiederhergestellt hat. Deshalb ist auch die Teilnahme am Tisch Gottes (Eucharistie / Kommunion), zu dem alle Gläubigen am Festtag eingeladen sind, für die orthodoxen Christen so wichtig. Das ist auch der Grund, weshalb Metropolit Antonij der Einladung der Botschafterin Bulgariens in Irland gefolgt ist, den festlichen Gottesdienst in Dublin zu leiten:
„In Dublin werden wir eine bulgarische orthodoxe Mission gründen, die sich, so Gott will, zu einer Kirchengemeinde entwickeln soll, damit die geistlichen Bedürfnisse unsere Landsleute in Irland erfüllt werden und dieses Werk damit gesegnet wird“, sagte Metropolit Antonij.
Metropolit Antonij
FOTO Darina Grigorowa
Um das zu erreichen, was sie sich vorgenommen haben, seien Beständigkeit und Geduld notwendig, betonte Metropolit Antonij.
Gerade die Beharrlichkeit und der Nachdruck der bulgarischen Gemeinschaft in Irland, einen festlichen Gottesdienst zu Ostern in bulgarischer Sprache zu ermöglichen, veranlassten die außerordentliche und bevollmächtigte Botschafterin Bulgariens in Irland, Wanja Andreewa-Malakowa, die Unterstützung der Bulgarischen orthodoxen Kirche in der Person von Metropolit Antonij zu suchen:
Botschafterin Wanja Andreewa-Malakowa
FOTO Krassimir Martinow
„Wir sind sehr glücklich, dass er zugesagt hat zu kommen“, sagte die Diplomatin gegenüber Radio Bulgarien. „Das ist eine der Fragen, die ich seit zweieinhalb Jahren um Ostern erhalte. Viele Menschen rufen an und fragen, ob es eine Möglichkeit geben wird, einem bulgarischen Gottesdienst beizuwohnen. Wenn sie eine negative Antwort bekommen, dass wir keinen planen und es keinen Ort gibt, an dem ein bulgarischer Ostergottesdienst stattfinden kann, zerstreuen sich die Menschen in verschiedene Richtungen und das ist nicht gut für die Gemeinschaft. Sie sollten einen Ort haben, an dem sie eine Liturgie in bulgarischer Sprache von einem bulgarischen Priester hören können. Es gibt großes Interesse von bulgarischen Bürgern. Die Kirche, in der die Liturgie stattfinden wird, ist nicht sehr groß, aber sie wird zweihundertfünfzig bis dreihundert Menschen fassen“, erklärte Wanja Andrejewa-Malakowa.
Der
Weg zur Schaffung einer dauerhaften kirchlichen Gemeinschaft ist lang
und schwierig, betonte Wanja Andrejewa-Malakowa. „Ich hoffe, dass
unsere Gemeinschaft nach diesem Ereignis ausreichend aktiv sein wird
und sich organisiert, sodass Gottesdienste in bulgarischer Sprache zu
einer nachhaltigen Praxis werden. Und wir werden diese Bemühungen
weiterhin mit voller Kraft unterstützen.“
Das Quartett "Swetoglas"
FOTO BTA
Das Quartett „Swetoglas“ wird den Gottesdienst mit seinen Gesängen als Kirchenchor der Osterliturgie gestalten:
„Zweifellos sind wir aufgeregt, denn eine Liturgie ist etwas anderes als ein Konzert, bei dem Gesänge erklingen, mit denen wir Erfahrung und Praxis haben“, erklärte Daniel Spassow, einer der Gründer des Männerquartetts, in einem Interview für Radio Bulgarien. „Jetzt wird es ein wenig anders sein, und wir hoffen, mit unserer Teilnahme an der Liturgie auch zu ihrer Festlichkeit beizutragen.“
Unmittelbar nach dem Gottesdienst wird die Formation altbulgarische und kirchenslawische Gesänge aus ihrem neuen Projekt „Die alten Hymnen der Orthodoxie. Musik aus den Klöstern“ präsentieren, das kürzlich vom Bulgarischen Nationalen Rundfunk herausgegeben wurde. „Wir sind eine Formation für alte bulgarische Volksmusik, aber kirchliche Gesänge waren immer Gegenstand unseres Interesses“, erläuterte Daniel Spassow. „Sie bewegen uns, wir mögen sie und führen sie auf. Wir hatten sogar solche eigenständigen Konzerte im Ausland, die hauptsächlich kirchenslawische Musik umfassten und Teil von Festivals für sakrale Musik und Gesänge waren.“
Neben Kirchenmusik wird „Swetoglas“ bei einem Empfang in der bulgarischen Botschaft unseren Landsleuten einen besonderen musikalischen Gruß mit ausgewählten Beispielen aus der bulgarischen Folklore überbringen.
Das Quartett ist Teil der offiziellen Kulturdelegation zusammen mit den Direktoren des Bulgarischen Nationalen Rundfunks – Milen Mitew, des Bulgarischen Nationalen Fernsehens – Milena Milotinowa und der Bulgarischen Nachrichtenagentur BTA – Kiril Waltschew.
Übersetzung: Rossiza Radulowa
Gestaltet von Rossiza Radulowa