Autor
Elena Karkalanowa
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Historischer Empfang für DARA nach dem Eurovision-Sieg in Sofia
Die Bulgarin schrieb Geschichte bei der 70. Ausgabe des Eurovision Song Contest
Sonntag 17 Mai 2026 19:55
Sonntag, 17 Mai 2026, 19:55
DARA
FOTO BGNES
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Bulgarien empfing seine Eurovision-Königin. Ein roter Teppich, ein „Bangaranga“-Flashmob am Flughafen „Wassil Lewski“ und Hunderte Fans mit Plakaten, Nationalflaggen und teilweise sogar echten Kukeri-Kostümen begrüßten DARA in Sofia nach ihrem grandiosen Triumph in Wien.
„Ich bringe meinen Fans etwas ganz Besonderes mit“, sagte DARA beim Verlassen des Flugzeugs mit der Trophäe in der Hand. Dort wurde sie persönlich vom Chef der Grenzpolizei und der Generaldirektorin des Bulgarischen Nationalen Fernsehens BNT, Milena Milotinowa, empfangen.
Die Sängerin von „Bangaranga“ wurde nicht nur als Siegerin, sondern als Symbol eines historischen Moments für die bulgarische Kultur vom Kulturminister Ewtim Miloschew und dem Sofioter Oberbürgermeister Wassil Tersiew begrüßt, bevor sie sich in die Menge ihrer jubelnden Anhänger „stürzte“.
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„Bangaranga für alle! Ich liebe euch sehr, danke, dass ihr hier seid, danke für eure Unterstützung! Soeben haben wir etwas sehr Großes für die bulgarische Musik erreicht. Ich hoffe, dass uns das eine Lehre sein wird – dass wir alle Künstler und Menschen, die in Bulgarien Musik und Kunst schaffen, stärker unterstützen müssen. Denn wir haben viele talentierte Menschen, die der Welt viel zu zeigen haben. Aber wir brauchen eure Unterstützung und eure Liebe, damit wir die Welt erobern können“, sagte DARA vor den Menschen, die sie am Flughafen empfingen. „Wir sind ein außergewöhnliches Volk, das künftig immer mehr Aufmerksamkeit bekommen wird!“
„Ich bekomme Nachrichten aus der ganzen Welt mit einer unglaublichen emotionalen Kraft. Das zeigte mir, dass wir etwas Bedeutendes geschaffen haben“, sagte DARA-Produzentin Sanja Armutliewa gegenüber BNT. „Es gibt keine Pause! Jetzt ist ihr Moment. Sie verfügt über eine außergewöhnliche Arbeitsdisziplin. Was alle gesehen haben, ist nicht nur Talent.“
„Die Erfahrung von DARA gilt für ganz Bulgarien – die Zukunft gehört den jungen Menschen“, sagte Kulturminister Ewtim Miloschew am Flughafen gegenüber BNT.
DARA verließ die österreichische Hauptstadt unter den Klängen von „Bangaranga“ und unter Applaus der Passagiere im Flugzeug. Dieses Ritual wiederholte sich in noch größerem Maßstab am Flughafen der bulgarischen Hauptstadt.
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Die Welt spricht inzwischen über das Phänomen DARA
Darina Jotowa, besser bekannt als DARA, wurde am 9. September 1998 in Warna geboren. Ihr Traum war es ursprünglich, Meisterin der rhythmischen Sportgymnastik zu werden. Doch die Musik gewann ihr Herz. Zunächst studierte sie bulgarischen Volksgesang, bevor sie später einen völlig anderen musikalischen Weg einschlug. Das Schicksal hatte jedoch seinen eigenen Plan – während des Eurovision Song Contest gehörte gerade die Föderation für rhythmische Sportgymnastik zu den aktivsten Unterstützern der bulgarischen Sängerin.
Der Erfolg steht ihr gut: Bereits 2018 gewann DARA den Titel „Beste Sängerin“ bei BG Radio, drei Jahre später wurde sie die jüngste Coachin der TV-Musikshow „The Voice of Bulgaria“. Im vergangenen Sommer eröffnete sie das Konzert des Weltstars Robbie Williams, und vor weniger als einem Monat interpretierte ein weiterer Musikstar, Eros Ramazzotti, während seines Konzerts in Sofia den Refrain von „Bangaranga“.
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Bulgarien gewinnt erstmals den Eurovision Song Contest – die Börse dürfte profitieren
DARA triumphierte am 16. Mai in Wien und erreichte den größten Vorsprung vor der Konkurrenz in der 70-jährigen Geschichte des Eurovision Song Contest. Die BTA zitierte akademische Prognosen, wonach sich auch die Sofioter Börse den Feierlichkeiten anschließen dürfte, wenn am Montag, dem 18. Mai, der Handel beginnt. Eine 2022 im „Journal of Banking & Finance“ veröffentlichte Studie über Gewinnerländer des Wettbewerbs zeigt, dass der Aktienmarkt des Siegerlandes in der ersten Handelssitzung nach dem Wettbewerb um etwa 0,35 Prozent steigt.
Dies sei zwar der kleinste wirtschaftliche Effekt eines Eurovision-Siegs – der positive Börseneffekt verliere relativ schnell an Kraft –, doch andere Dividenden wie nationales Selbstbewusstsein, internationale Sichtbarkeit der Musikindustrie und der Tourismus seien erheblich.
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„DARA hat nicht einfach nur Eurovision gewonnen. Heute Abend hat sie etwas viel Größeres für Bulgarien getan“, schrieb der Ökonom und Politiker Michail Kambarew. „Mit ihrem unglaublichen Triumph beim Eurovision Song Contest 2026 brachte DARA Bulgarien Millionen Euro für die Wirtschaft – und unermesslich viel Mut für jeden, der träumt und für seine Träume arbeitet.“
Die Träume und Pläne nehmen bereits Gestalt an: Der Bürgermeister von Burgas erklärte unmittelbar nach dem Sieg seinen klaren Wunsch, dass die Schwarzmeerstadt den Eurovision Song Contest 2027 ausrichten solle. Welche Stadt Gastgeberin in Bulgarien sein wird, bleibt abzuwarten.
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Übersetzung und Redaktion: Lyubomir Kolarov
Gestaltet von Lyubomir Kolarov