Mit festem Glauben im Herzen – Gergana Georgiewa aus Irland

Von der Softwareentwicklung bis zum Aufbau einer bulgarischen Gemeinschaft in Dublin

Montag, 25 Mai 2026, 10:10

Gergana Georgiewa aus Irland

Gergana Georgiewa aus Irland

FOTO Alexandra Karamichalewa

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In der Reihe „Brücke des Glaubens“ wollen wir Ihnen heute eine inspirierende Geschichte über den unerschütterlichen bulgarischen Geist und den orthodoxen Glauben vorstellen, in der Gergana Georgiewa die Hauptrolle spielt.

Gergana Georgiewa hat sich in Dublin eine Karriere als Softwareentwicklerin bei der irischen Fluggesellschaft aufgebaut. In einem offenen, herzlichen Gespräch führt uns die in Kjustendil geborene Bulgarin durch ihren Weg - von der bewussten Entscheidung zur Taufe und dem Gottesdienstbesuch in fremden orthodoxen Kirchen bis hin zur Entschlossenheit, alles für den Aufbau einer bulgarisch-orthodoxen Kirchengemeinde zu geben,  einer Kirche, die nicht aus Steinen, sondern aus menschlichen Seelen und Schicksalen erbaut ist.


Mit festem Glauben im Herzen – Gergana Georgiewa aus Irland

FOTO Darina Grigorowa

Die Bulgaren in Dublin feierten in diesem Jahr gemeinsam Ostern mit einer feierlichen Liturgie. Gergana Georgiewa teilt gegenüber Radio Bulgarien und dem Podcast „Brücke des Glaubens“ ihre Begeisterung und ihren Traum von regelmäßigen Gottesdiensten in ihrer Muttersprache.

„Von Anfang an, seit ich irischen Boden betreten habe, war das mein Traum, denn wo immer man ist, trägt man seinen Glauben immer bei sich“, erzählt Gergana, für die es nichts Schöneres gibt als die bulgarischen Feste mit den entsprechenden Traditionen zu Ostern, zu Weihnachten und den Georgstag zu feiern.

·      „Wie in Bulgarien“: Ostergottesdienst auf Bulgarischin Dublin

 


Mit festem Glauben im Herzen – Gergana Georgiewa aus Irland

FOTO Alexandra Karamichalewa

Nach 13 Jahren im Ausland ist es interessant zu erfahren, wie es Gergana gelungen ist, die Lücke, die durch das Fehlen einer bulgarischen Kirche und einer kirchlichen Gemeinschaft auf der Insel entstanden ist, zu füllen.

Wir Bulgaren treffen uns an Feiertagen in der Regel irgendwo im Freien und feiern gemeinsam. Was das Spirituelle angeht, so nutzen wir in Dublin die griechische Kirche. Die bulgarische Kirche tragen wir im Herzen. Ich persönlich trage immer eine kleine Ikone des Heiligen Georg und der Heiligen Mutter Gottes bei mir, die ich von meinen Eltern geschenkt bekommen habe. Der Glaube begleitet mich immer“, erzählt Gergana.


Mit festem Glauben im Herzen – Gergana Georgiewa aus Irland

FOTO Alexandra Karamichalewa

Wir erinnern uns an die Worte von Metropolit Antonius, dass die Kirche aus den Menschen besteht und dass für den Aufbau einer Gemeinschaft neben dem Willen Gottes auch der Wille der Menschen selbst erforderlich ist. Auf die Frage, ob Gergana persönlich den Willen und die Entschlossenheit hat, alles zu geben, damit diese Gemeinschaft entstehen kann, antwortet sie fest, dass sie bereit ist.

„Je mehr Menschen sich versammeln, desto besser wird es eein, um mit den Herausforderungen fertig zu werden. „Ich weiß, dass es eine große Verantwortung ist und viele Schritte erforderlich sind. Doch wir müssen uns einfach zusammentun und zusammenarbeiten“, sagt Gergana mit Nachdruck.

In Dublin gibt es Gemeinden mehrerer lokaler orthodoxer Kirchen, doch über ein eigenes Kirchengebäude verfügen nur die Griechisch-Orthodoxe und die Russisch-Orthodoxe Kirchen.

Mit festem Glauben im Herzen – Gergana Georgiewa aus Irland

FOTO Alexandra Karamichalewa

Unsere Gesprächspartnerin erzählte, dass sie bei der Fluggesellschaft mit Menschen vieler verschiedener Nationalitäten zusammenarbeitet und dassdas Interesse am bulgarischen Gottesdienst unter ihren Kollegen aus Serbien und Rumänien überraschend groß ist, da auch sie keine eigenen Gotteshäuser haben. Interesse zeigen auch gemischte Familien, die ihren Angehörigen die bulgarischen Traditionen zeigen wollen. Gergana hofft, dass es bald Taufen und Hochzeiten geben wird, denn gemeinsam sowohl Freuden und Sorgen zu teilen ist ein wesentlicher Bestandteil des Lebens einer Kirchengemeinde. Gergana hält es für wichtig, dass sich die Gläubigen weiterhin sonntags zur Liturgie versammeln und neue Menschen anziehen, damit die Gemeinschaft wachsen und an Stärke gewinnen kann. Auf die Frage wie sie sich in einem Jahr oder in fünf Jahren sieht, antwortet sie, dass sie sich wünscht, dass die Kirche immer voll ist und die wunderschönen Gesänge und Gebete zu hören sind.  

„Sie sind Balsam für die Seele. Zumindest für mich“, antwortet Gergana Georgiewa, ohne zu zögern. „Solange der Wille da ist, wird es auch diese Kirchengemeinde geben. Alles andere wird sich wie von selbst ergeben - Gott wird das hinzufügen, was fehlt. „Es hängt einzig und allein von uns ab. Niemand sonst kann kommen, um es für uns zu tun, damit wir es einfach nur nutzen können. Wir müssen es selbst aufbauen. So war es schon immer und so wird es auch bleiben“, ist auch sie überzeugt. „Es hängt ganz allein von uns ab. Niemand sonst kann kommen und es für uns tun, damit wir es dann einfach nur nutzen können. Wir müssen es selbst aufbauen. So war es schon immer und so wird es auch bleiben“, ist sie überzeugt.


Übersetzung: Georgetta Janewa