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Sonntag 12 April 2026 15:28
Sonntag, 12 April 2026, 15:28
FOTO Radio Bulgarien
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Bei der festlichen Ostergottesdienstfeier in Dublin, Irland, verlas der west- und mitteleuropäische Metropolit Antonij in bulgarischer Sprache die patriarchale und synodale Osterbotschaft zur Auferstehung Christi vor den dortigen Bulgaren, die die Universitätskirche „Aller Heiligen“ vollständig füllten.
Unter den Landsleuten, die eigens zur Feier gekommen waren, befindet sich auch Petar Donew aus Plowdiw, der seit 25 Jahren in Irland lebt. Für ihn wie auch für alle anderen in der Kirche versammelten Bulgaren ist die von Metropolit Antonij geleitete und auf Bulgarisch abgehaltene Liturgie ein erfüllter Traum.
FOTO Radio Bulgarien
„Das ist, als würde man sich in Bulgarien fühlen“, sagte er gegenüber dem Team von Radio Bulgarien und „Brücke des Glaubens“. „Das sind Feiertage, an denen jeder Christ, egal ob Bulgare oder nicht, zur Ruhe kommt, wenn eine Liturgie stattfindet. Man ist mit sich selbst, denkt darüber nach, wofür wir geschaffen wurden, was wir sein sollten und was wir tun. Der Mensch ist mit sich allein, und jeder, der betet – das ist meine Meinung –, egal ob Christ, Muslim oder sonst etwas, zieht Bilanz über sein Leben in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: was er tun wird, was er tun will, was er tun kann (denn etwas zu denken ist das eine, es zu tun etwas anderes). Daher fühlt man sich an diesem Feiertag, egal ob in Irland oder Bulgarien, Gott näher, im Frieden mit sich selbst und in der Familie.“
FOTO Alexandra Karamichalewa
So erweist sich der Glaube als verbindendes Element zwischen dem Einzelnen und der Gemeinschaft. „Die Menschen kommen in der Kirche zusammen, unabhängig davon, welchen Beruf sie haben oder wie alt sie sind. Das ist die Gemeinschaft der Christen in Demut vor Gott. Wir Christen sind demütiger, und die Menschen in der Kirche finden zusammen. Das ist eine Form der Kommunikation aus der Vergangenheit – in Dörfern, Städten und Stadtvierteln: Man trifft sich an einem Ort, kommuniziert miteinander und bewahrt so Traditionen, sieht sich und teilt Erfahrungen“, sagte Petar Donew gegenüber unserem Team.
Vor der versammelten Menschenmenge gab die eigens von Metropolit Antonij für das Fest eingeladene Männerkammerformation „Swetoglas“ den Ton an, und die gesamte Kirche sang „Schön bist du, mein Wald“.
Nach dem Gottesdienst pflanzte Metropolit Antonij im Hof der bulgarischen Botschaft in Dublin einen Baum.
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Redakteurin: Miglena Iwanowa
Übersetzung: Lyubomir Kolarov
Gestaltet von Lyubomir Kolarov