Nachrichten

Nachricht

Entscheidung zur Ukraine-Hilfe nicht mit EU und NATO abgestimmt

Donnerstag, 11 Juni 2026, 17:46

Außenministerin Welislawa Petrowa

Außenministerin Welislawa Petrowa

FOTO BGNES

Schriftgröße

„Die Position der bulgarischen Regierung zur Unterstützung der Ukraine ist einheitlich: Es müssen alle Mechanismen auf europäischer Ebene genutzt werden, um einen dauerhaften Frieden mit Russland zu erreichen.“

Das erklärte Außenministerin Welislawa Petrowa vor Journalisten. Ihrer Ansicht nach arbeiten alle Institutionen in diese Richtung. Versuche, Meinungsverschiedenheiten zu konstruieren, seien politisch opportun, hätten jedoch nichts mit der Realität zu tun.

Zu den Vorwürfen aus der Politik, die Entscheidung, die militärische Hilfe für die Ukraine einzustellen, könne dem Ansehen Bulgariens in der EU und der NATO schaden, sagte Petrowa, dass jede weitere Entscheidung über militärtechnische oder humanitäre Unterstützung nach den geltenden Verfahren getroffen werde. Auf die Frage, ob die Entscheidung mit den Partnern Bulgariens abgestimmt worden sei, antwortete sie:

„Das ist eine souveräne Entscheidung auf Grundlage unserer eigenen Kapazitäten. Wir sind kein Staat, der anderen Ländern Bericht darüber erstattet, was er tun wird und was nicht.“

Zum gestrigen Besuch der russischen Botschafterin Eleonora Mitrofanowa im Außenministerium erklärte die Ministerin, dass sie nicht mit ihr zusammengetroffen sei, da die Gespräche auf Ebene eines Generaldirektors geführt worden seien.

„Das Wichtigste an diesem Treffen war, dass Bulgarien seine klare Position bekräftigt hat, wonach eine friedliche Lösung gefunden werden muss und die militärischen Handlungen beendet werden sollten“, sagte Welislawa Petrowa.


Redakteurin: Diana Zankowa 

Übersetzung: Lyubomir Kolarov 

Gestaltet von Lyubomir Kolarov