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7 außergewöhnliche Museen, die Sie unbedingt besuchen sollten

Samstag, 13 Juni 2026, 12:10

7 außergewöhnliche Museen, die Sie unbedingt besuchen sollten

FOTO U-Boot-Museum „Slawa“

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Wenn Sie neugierig sind und Bulgarien abseits der üblichen Touristenklischees kennenlernen möchten, empfehlen wir Ihnen die folgenden Museen. Sie werden Sie überraschen und Ihren Blick auf die bulgarischen Traditionen und das kulturelle Erbe des Landes erweitern. 

FOTO bulgariatravel.org

Joghurtmuseum im Dorf Studen Iswor 

Dem bulgarischen Joghurt, dessen Ruf weit über die Landesgrenzen hinausreicht, ist ein einzigartiges Museum gewidmet. Es befindet sich in einem über 200 Jahre alten Haus im Heimatdorf von Stamen Grigorow, der 1905 als Erster das Bakterium Lactobacillus bulgaricus beschrieb, das für die Fermentation des gesunden und kalorienarmen Milchprodukts verantwortlich ist. Besucher erfahren mehr über den Herstellungsprozess und können authentische Gefäße zur häuslichen Zubereitung und Aufbewahrung von Joghurt besichtigen. 

FOTO Archiv

Eselsmuseum im Dorf Gurkowo 

Die Idee für dieses Museum entstand im Zusammenhang mit einer seit den 1970er Jahren veranstalteten Rallye mit kunstvoll bemalten Eselskarren. Besucher können originale Exponate rund um den Esel besichtigen, der einst ein unverzichtbarer Helfer in der Landwirtschaft war, und erfahren, was eine traditionelle Dreschwalze ist. Die größte Attraktion ist allerdings ein ausgestopfter Esel, der die Gäste bereits am Eingang begrüßt.


FOTO redflatsofia.com

Das Rote Appartement in Sofia 

Willkommen im Spätsozialismus der 1980er Jahre! Im Zentrum von Sofia betreten Besucher eine andere Zeit. Das Museumsappartement bildet eine typische Wohnung einer bulgarischen Durchschnittsfamilie jener Epoche nach. Vom alten Fernseher über die Tischdecken bis hin zum Retro-Telefon und den charakteristischen Möbeln wurde jedes Detail sorgfältig rekonstruiert. Besonders bei ausländischen Touristen erfreut sich das Museum großer Beliebtheit. 

FOTO Archiv

Museum „Pliozän-Park“ bei Dorkowo 

Von außen erinnert das Gebäude an einen urzeitlichen Bienenkorb. Im Inneren begegnen Besucher einem lebensgroßen Mastodon, das nahezu lebendig wirkt. Das Museum versetzt seine Gäste fünf Millionen Jahre zurück in die Epoche des späten Pliozäns. Aus dieser Zeit stammen die Fossilienfunde aus dem prähistorischen Fundort bei Dorkowo. Zu sehen sind außerdem Knochen von Säbelzahntigern, urzeitlichen Nashörnern und weiteren längst ausgestorbenen Tierarten. 

FOTO museumpernik.com

Bergbaumuseum in Pernik 

Das Museum ist Teil eines 630 Meter langen unterirdischen Stollens, in dem zwischen 1891 und 1966 Kohle gefördert wurde. Besucher setzen Schutzhelme auf und betreten das ehemalige Bergwerk. Ausgestellt sind Lokomotiven, Grubenwagen, originale Werkzeuge und Ausrüstungen der Bergleute sowie historische Bergwerkstelefone. Am Eingang befindet sich zudem ein mehr als 50 Millionen Jahre alter versteinerter Baum, der als „Baum des Glücks“ bekannt ist. Früher berührten ihn die Bergleute vor der Einfahrt in die Mine als Glücksbringer.

FOTO Weinmuseum bei Plewen

Weinmuseum bei Plewen 

Der Weinbau hat auf dem Gebiet des heutigen Bulgariens eine Tradition, die bis in die Zeit der Thraker zurückreicht. Daher widmet die Stadt Plewen diesem Kulturgut ein eigenes Museum. Nicht zufällig befindet sich hier auch das Institut für Weinbau und Önologie. 

In einer kühlen Höhle im Park Kailaka befindet sich ein stimmungsvoller Weinkeller, in dem Besucher verschiedene bulgarische Weine verkosten können. Die Enothek des Museums beherbergt Weine im Alter von 30 bis 90 Jahren sowie eine Sammlung von rund 6.000 neueren Weinen aus ganz Bulgarien. 

FOTO U-Boot-Museum „Slawa“

U-Boot-Museum in Beloslaw 

„Slawa“ heißt das letzte bulgarische U-Boot, das heute als Museum dient. Es wurde 1959 in der Sowjetunion gebaut, 1985 an die bulgarische Marine übergeben und blieb bis Ende 2010 im Einsatz. An Bord absolvierten die Besatzungen ihre Gefechtsausbildung und nahmen an internationalen Übungen teil. 

Besucher können neben den Offizierskabinen und dem Kommandostand auch einen Operationsraum mit chirurgischen Instrumenten besichtigen. Das U-Boot ist mehr als 76 Meter lang und fast sieben Meter breit. Es liegt in unmittelbarer Nähe eines weiteren ungewöhnlichen Museums der Stadt – des Glasmuseums Beloslaw.

Übersetzung und Redaktion: Lyubomir Kolarov