Autor
Zwetana Tontschewa
Nachricht
Dvořáks „Rusalka“ unter der Leitung von Pavel Baleff weltweit im Fernsehen
Montag 17 August 2026 15:15
Montag, 17 August 2026, 15:15
„Rusalka“ in Limoges (2021)
FOTO resonances-lyriques.org
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In diesen Tagen hat der große bulgarische Dirigent Pavel Baleff seine Landsleute erneut mit einem herausragenden musikalischen Ereignis erfreut. Die Inszenierung eines der schönsten und meistgespielten slawischen Musiktheaterwerke – „Rusalka“ von Antonín Dvořák –, die von den Ensembles der Opéra de Limoges unter der Leitung von Baleff realisiert wurde, ist in das Programm des renommierten Klassik-Fernsehsenders Stingray Classica aufgenommen worden. Der Sender, früher unter den Namen Classica und Unitel Classica bekannt, widmet sich klassischer Musik, Oper, Ballett und Jazz und gehört heute zur kanadischen Stingray Group.
Nach den Ausstrahlungen am 11. und am 14. August wird „Rusalka“ auch am 26. August 2026 in verschiedenen Ländern auf allen Kontinenten ausgestrahlt.
Nicola Raab
FOTO opera.se
Die Inszenierung stammt von der renommierten deutschen Regisseurin Nicola Raab, die erfolgreich an führenden Bühnen weltweit gearbeitet hat, darunter an der Bayerischen Staatsoper, der Wiener Staatsoper, der Oper Zürich, der New Israeli Opera, dem Teatro La Fenice in Venedig und bei den Salzburger Festspielen. Die Filmfassung des Fernsehregisseurs Arnaud Lalanne ist eine äußerst gelungene Interpretation von Dvořáks Meisterwerk. Zu den Solisten gehören Ruzan Mantashyan, Adam Smith, Rafal Pawnuk, Marie-Adeline Henry, Marion Lebègue und Alexandra Marcellier. Die Aufführung wurde im Februar 2021 in Limoges aufgezeichnet.
Zum Repertoire von Pavel Baleff gehören nahezu alle Sinfonien Dvořáks. Von dessen Opern hat er bisher nur „Rusalka“ vollständig dirigiert. Sie war zugleich seine erste Inszenierung als Chefdirigent am renommierten französischen Theater in Limoges. Darüber berichtete Baleff im vergangenen Sommer in einem Interview für Radio Bulgarien:
Pavel Baleff
FOTO pavel-baleff.de
„Während der Covid-Zeit, im Jahr 2021, war das Theater in Limoges das einzige Theater, das seinen Betrieb fortsetzte. Wir durften uns nach 18 Uhr auf den Straßen bewegen. Alle Theater in Frankreich waren geschlossen und warteten auf eine Entscheidung von Macron – ob das Publikum wieder in die Säle kommen würde oder nicht. Wir arbeiteten jedoch vier Wochen lang hinter verschlossenen Türen weiter. Als schließlich entschieden wurde, dass die Theater nicht geöffnet werden, hatten wir einen Plan B. Unser Intendant hatte unabhängig von der Entscheidung der Regierung das französische Fernsehen eingeladen, einen Film zu produzieren. Ein Fernsehteam kam und zeichnete eine Woche lang unsere Produktion auf. Sie wurde ausgestrahlt, und heute ist ‚Rusalka‘ der Oper von Limoges überall in den Medien zu finden – ein sehr schöner Film, auf den ich wirklich sehr stolz bin.“
Übersetzung und Redaktion: Lyubomir Kolarov
Gestaltet von Lyubomir Kolarov