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Griechenland übergаb Bulgarien die sterblichen Überreste von Zar Samuil

Samstag, 3 Oktober 2026, 12:09

Griechenland übergаb Bulgarien die sterblichen Überreste von Zar Samuil

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Die Bulgaren empfangen die sterblichen Überreste eines der berühmtesten mittelalterlichen Herrscher Bulgariens – Zar Samuil. Sie wurden dem bulgarischen Staat mehr als tausend Jahre nach seinem Tod in Prespa (997–1014) bei einer offiziellen Zeremonie im Museum für byzantinische Kultur in Thessaloniki übergeben.

Gastgeber war der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis; anwesend war auch der bulgarische Ministerpräsident Rumen Radew. Zusammen mit den sterblichen Überresten von Zar Samuil wurden auch Überreste übergeben, die in zwei weiteren Sarkophagen in der Basilika auf der Insel Agios Achilleios entdeckt worden waren und von denen angenommen wird, dass sie Zar Gabriel-Radomir und weiteren Mitgliedern der Zarenfamilie gehören.

Griechenland übergаb Bulgarien die sterblichen Überreste von Zar Samuil

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Die Übergabeprotokolle für die sterblichen Überreste wurden vom bulgarischen Kulturminister Ew­tim Miloschew und seiner griechischen Amtskollegin Lina Mendoni im Beisein der Ministerpräsidenten Bulgariens und Griechenlands unterzeichnet.

Die historische Vereinbarung über die Rückführung der sterblichen Überreste von Zar Samuils in die Heimat wurde nach intensiven Verhandlungen zwischen Bulgarien und Griechenland möglich. Bulgarien übergibt seinerseits 48 kirchliche Reliquien an Griechenland.

Rumen Radew

Rumen Radew

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„Das Bestreben Bulgariens, die sterblichen Überreste zurückzuführen, reicht bis in die 1960er-Jahre zurück, als Prof. Moutsopoulos sie in der Basilika auf der Insel Agios Achilleios entdeckte. In diesen sechs Jahrzehnten haben die Bemühungen des bulgarischen Staates um die Rückführung dieser sterblichen Überreste nach Bulgarien nie aufgehört. Und ich freue mich, dass wir heute das moralische Vermächtnis von Prof. Moutsopoulos erfüllen – dass sie den Bulgaren zurückgegeben werden. Ich danke für die politische Führung, die Weisheit und den Mut, mit denen wir gemeinsam diese für unsere beiden Länder historische Vereinbarung erreicht haben“, sagte Premier Radew bei der Zeremonie zu Mitsotakis.

Radew dankte außerdem den Kulturministern beider Länder sowie den diplomatischen Teams, die den gegenseitigen Austausch historischer und kultureller Artefakte organisieren.

Kyriakos Mitsotakis

Kyriakos Mitsotakis

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„Heute stellen wir eine sehr tiefe Verbindung zu Bulgarien her, und zwar nicht nur eine kulturelle. Die Rückkehr wichtiger kirchlicher Gegenstände verändert schwierige historische Momente und macht daraus neue Möglichkeiten für den Austausch. Zugleich zeigt sie die Stärke, die zwei benachbarte Völker auf dem Weg zu gegenseitigem Respekt und Vertrauen bezeugen. Auf diese Weise kehren 48 für das geistige und emotionale Leben bedeutende Reliquien in unser Land zurück – Ikonen, Kreuze, kirchliche Gegenstände und sogar ein Bischofsthron“, sagte Kyriakos Mitsotakis und fügte hinzu: „Unsere Zusammenarbeit beginnt jetzt erst – dies ist die erste Etappe, aus der hoffentlich eine noch umfassendere Zusammenarbeit hervorgehen wird, damit weitere Reliquien aus Griechenland nach Bulgarien zurückgeführt werden können. Was heute geschieht, wäre in den vergangenen Jahrzehnten nicht möglich gewesen. Kulturdiplomatie zeigt, dass sie leise, aber sehr produktiv wirkt.“

Griechenland übergаb Bulgarien die sterblichen Überreste von Zar Samuil

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Aus dem Depot des griechischen Museums wurden die sterblichen Überreste von Zar Samuil heute Morgen von dem Archäologen Prof. Ljudmil Wagalinski und dem bulgarischen Generalkonsul in Thessaloniki Anton Markow in den Saal des Museums für byzantinische Kultur gebracht, wo die offizielle Zeremonie stattfand. Gegenüber dem Bulgarischen Nationalen Fernsehen BNT erklärte Prof. Wagalinski, dass die sterblichen Überreste Zar Samuils über die Jahrzehnte sehr sorgfältig aufbewahrt worden seien. Besondere Verdienste dafür habe der griechische Archäologe Nikolaos Moutsopoulos, der in den 1960er-Jahren die Gebeine des bulgarischen Herrschers entdeckt hatte. Er habe die Knochenreste Zar Samuils und seiner Familie lange Zeit persönlich bei sich zu Hause aufbewahrt, weil er befürchtete, dass sie aufgrund der politischen Lage in Griechenland unter der damals im Land herrschenden Militärjunta zu Schaden kommen könnten. Anschließend wurden die Gebeine der Universität Thessaloniki übergeben, wo sie ebenfalls gut aufbewahrt wurden. Später wurden sie in das Museum für byzantinische Kultur in Thessaloniki gebracht.


Redakteurin: Miglena Iwanowa

Übersetzung: Rossiza Radulowa