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Freitag 13 Februar 2026 10:35
Freitag, 13 Februar 2026, 10:35
Rossen Scheljaskow
FOTO BTA
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Der zurückgetretene Premierminister Rossen Scheljaskow erklärte, dass die große Frage, die jeden Europäer beschäftige, die Lebenshaltungskosten seien.
Diese seien hoch, weil Europa aufgrund der hohen Energiepreise im Wettbewerb mit den USA und China an Wettbewerbsfähigkeit verloren habe. Es werde nach der besten und für alle EU-Mitgliedstaaten zufriedenstellenden Lösung für den Handel mit Treibhausgasemissionen gesucht, betonte er nach dem Treffen des Europäischen Rates im belgischen Schloss „Alden Biesen“.
Scheljaskow bezeichnete den künftigen Übergangspremier Andrej Gjurow als „höflich und gebildet“. Er versprach, dass das Kabinett alles daransetzen werde, nicht nur eine reibungslose Amtsübergabe zu gewährleisten, sondern auch den Großteil der Probleme zu lösen, die durch das Fehlen eines regulären Haushalts und durch die politische Spannung entstanden seien.
Zur Wahrnehmung der Tragödie „Petrochan“ sagte der zurückgetretene Premier, es gebe „Wut, Empörung, Angst, Besorgnis, es gibt Fragen, die die Gesellschaft, die Familien, die Schule sowie junge und ältere Menschen bewegen“. „Das ist ein großes nationales Drama, weil wir keine Antworten auf komplexe sozialpsychologische Fragen geben können, weil wir die aktuellen Probleme, den Wahlkampf und die politische Debatte nicht ausblenden können“, erläuterte Scheljaskow. Er sprach sich gegen eine Politisierung des Themas aus und erinnerte daran, dass die Opfer und ihre Angehörigen das Recht auf Wahrung von Ehre und Würde hätten – auch für jene, die nicht mehr unter uns sind, da auch für sie die Unschuldsvermutung gelte.
Redakteur: Iwo Iwanow
Übersetzung: Lyubomir Kolarov
Gestaltet von Lyubomir Kolarov