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Die bulgarische Gemeinschaft in Ungarn beging Trifon Saresan
Montag 16 Februar 2026 16:05
Montag, 16 Februar 2026, 16:05
FOTO Deniza Ürge
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In Budapest beging die bulgarische Gemeinschaft Trifon Saresan – das Fest der Weinberge, des Weines und der Hoffnung. Am 15. Februar versammelten sich unsere Landsleute in Ungarn fern der Heimat, aber ihren Wurzeln nah, erneut, um die Tradition fortzuführen und den Brauch an die jüngeren Generationen weiterzugeben.
Die Feierlichkeiten begannen mit einer Liturgie in der Orthodoxen Bulgarischen Kirche „Hll. Kyrill und Method“ in der ungarischen Hauptstadt – einem Gotteshaus, das 1932 vollständig aus Spenden der in Ungarn lebenden Bulgaren errichtet wurde. Seit Jahrzehnten ist die Kirche geistiges Zentrum der Gemeinschaft und ein Ort, an dem nicht nur der Glaube, sondern auch Sprache und kulturelles Gedächtnis bewahrt werden.
FOTO Deniza Ürge
Nach dem Gottesdienst wurde das Fest im Hof des Gotteshauses fortgesetzt, wo traditionsgemäß das Rebschnitt vollzogen wurde, erzählte unsere Landsfrau in Budapest, Deniza Ürge, eigens gegenüber Radio Bulgarien:
„Jedes Jahr im Februar versammeln wir Bulgaren in Ungarn uns fern der Heimat, um Trifon Saresan zu begehen – das beliebte Fest der Weinberge, des Weines und der Hoffnung.
FOTO Deniza Ürge
Wie jedes Jahr begann der Tag mit einer bewegenden Liturgie in der Orthodoxen Bulgarischen Kirche ‚Hll. Kyrill und Method‘ in Budapest – einem heiligen Ort, der 1932 vollständig aus Spenden der in Ungarn lebenden Bulgaren errichtet wurde. Zwischen ihren Mauern erklangen leise Gebete in bulgarischer Sprache. Es war mehr als ein Gottesdienst; es war eine Brücke zwischen Generationen, zwischen Heimat und Diaspora, zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
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Nach dem Gottesdienst begab sich die Gemeinschaft in den Kirchhof, wo traditionsgemäß die Reben beschnitten wurden. Mit Bedacht und herzlichen Segensworten wurden die Rebstöcke geschnitten, verbunden mit Wünschen nach Gesundheit, Fülle und einem fruchtbaren Jahr. In diesem stillen Moment war der bulgarische Geist wahrhaft spürbar.
FOTO Deniza Ürge
Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass Traditionen nicht an geografische Breiten gebunden sind. Sie leben überall dort, wo es Herzen gibt, die entschlossen sind zu erinnern. Die Bulgaren in Ungarn bewahren nicht nur Bräuche – sie nähren Identität, Gemeinschaft und Zugehörigkeit. In der Umarmung von Glauben und Tradition wird deutlich: Bulgarien lebt überall dort, wo seine Traditionen geehrt werden.“
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Übersetzung und Redaktion: Lyubomir Kolarov
Gestaltet von Lyubomir Kolarov