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Die Organisation „Kyrill und Method“ aus Wien zu Gast in Burgas
Sonntag 2 August 2026 10:05
Sonntag, 2 August 2026, 10:05
Christina Lasarowa-Milew und Rami Spassow
FOTO Elena Karkalanowa
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Die bulgarische Kultur- und Bildungsorganisation „Kyrill und Method“ aus Wien wird am 5. August im Haus der Schriftsteller in Burgas zu Gast sein. Es steht eine spannende „Begegnung in der Heimat“ bevor – eine Initiative der Bulgaren aus der österreichischen Hauptstadt, die seit mehr als einem Jahrzehnt die Mitglieder der Kreativclubs der Organisation mit Künstlern und Publikum in Bulgarien zusammenbringt.
Die bulgarische Kultur- und Bildungsorganisation „Kyrill und Method“, die im vergangenen Jahr ihr 80-jähriges Bestehen feierte, ist ein einzigartiges Beispiel für Beständigkeit und Durchhaltevermögen. Heute vereint sie insgesamt 16 kreative Gruppen – vom Theaterstudio und Literaturkreis bis hin zu Folkloregruppen und Sportvereinen –, die die Organisation zu einem lebendigen Zentrum der bulgarischen Gemeinschaft in Wien machen. Zu ihren symbolträchtigen Initiativen zählen die jährlichen „Botew-Tage“ in Gols, der bulgarische Reigen anlässlich des 24. Mai sowie die traditionellen „Begegnungen in der Heimat“, die in verschiedenen bulgarischen Städten stattfinden – in Sofia, Plowdiw, Warna und nun bereits im dritten Jahr auch in Burgas.
FOTO Die bulgarische Kultur- und Bildungsorganisation „Kyrill und Method“-Wien/Facebook
„Der Schlüssel zu dieser organisatorischen Beständigkeit liegt in der Kommunikation und Koordination zwischen den verschiedenen kreativen Abteilungen und Gruppen“, erklärte die Opernsängerin Christina Lasarowa-Milew vom Führungsteam für Radio Bulgarien. Rami Spassow, Co-Moderator des Literaturkreises und Mitglied des Vorstands der Kultur- und Bildungsorganisation „Kyrill und Method“ fügt hinzu, das auch „der Wunsch nach Kontakt zu anderen Bulgaren im Ausland, die Sehnsucht nach der Heimat sowie die Eigeninitiative unserer Landsleute, die im Rahmen der Organisation fruchtbaren Boden für ihre Verwirklichung findet“, eine Rolle spielen. Trotz des Wandels, den die bulgarische Diaspora im Laufe der Jahre durchlaufen hat, wächst ihr Wunsch nach Austausch immer weiter.
FOTO Elena Karkalanowa
„Unsere Aufgabe als Kulturorganisation besteht darin, als verbindendes Element und als Förderer der bulgarischen Wurzeln, des bulgarischen Geistes und unserer ursprünglichen Werte zu fungieren. Die Rolle als verbindende Kraft, die Integration und Kommunikation in der Muttersprache sind das Leitmotiv, von dem ich wage zu behaupten, dass die Bulgaren im Ausland es brauchen“, erklärt Christina Lasarowa-Milew. Zusammen mit Rami Spassow stellte sie die Geschichte, die Entscheidungsgrundsätze und die Arbeitsweise der ältesten noch aktiven bulgarischen Organisation in Europa während eines Treffens ähnlicher bulgarischer Vereinigungen vor, das auf Initiative der Exekutivagentur für Bulgaren im Ausland Anfang Juni in Wien stattfand. Es wurde hervorgehoben, dass es der Kultur- und Bildungsorganisation gelingt, auch viele junge Menschen für sich zu gewinnen. Rami Spassow reflektiert über die Gründe dafür.
FOTO Elena Karkalanowa
„Die Zahl der Bulgaren ist gestiegen, aber es gibt auch viele Mischehen, die sich hier niederlassen. Bis zu einem gewissen Grad möchten diese Menschen jene Seite von sich zeigen, die in Bulgarien geprägt wurde und die ihre Kinder vielleicht irgendwie nicht wahrnehmen. Deshalb besteht Interesse daran, an unseren Kursen teilzunehmen. Einen Einfluss haben auch die Zahl der Studenten, die einfachen Reisemöglichkeiten sowie die Möglichkeit für Bachelor-Absolventen, hier ihre Masterarbeit zu schreiben.“
Christina Lasarowa-Milew
FOTO Elena Karkalanowa
Für Christina Lasarowa-Milew liegt die Stärke der Organisation darin, dass jede Idee Unterstützung und Mitstreiter findet.
„Der Prozess ist sehr dynamisch, aber wenn der Wille und die Eigeninitiative vorhanden sind, von der Rami spricht, laufen die Dinge äußerst reibungslos und, wie ich zu behaupten wage, sogar schnell. Es ist Tradition, dass wir im Laufe einer Saison von September bis Juni viele Veranstaltungen haben. Dazu kommt noch die Veranstaltung „Begegnung in der Heimat“ im Sommer. Es herrscht ein reger Austausch, und wir können uns gegenseitig ergänzen.“
Der große bulgarische Reigen am Karlsplatz in Wien
FOTO BTA
Eines der großen Ereignisse, das den Österreichern und den Menschen in Wien bekannt ist, ist der große Reigen, der jedes Jahr anlässlich des Tages der bulgarischen Schrift und Kultur am 24. Mai stattfindet. Es gibt Veranstaltungen, die auch das Interesse der österreichischen Bevölkerung wecken. „Unsere Organisation richtet sich im Allgemeinen an Bulgaren – wir organisieren kulturelle Veranstaltungen für Bulgaren, von Bulgaren und in bulgarischer Sprache. Doch wir arbeiten auch intensiv mit dem Bulgarischen Kulturinstitut „Haus Wittgenstein“ zusammen, dessen Hauptziel es wiederum ist, die bulgarische Kultur bei den Österreichern bekannt zu machen. So können wir uns gegenseitig unterstützen und ergänzen“, sagte abschließend Christina Lasarowa-Milew.
Übersetzung: Georgetta Janewa